Die Eckdaten des Haushalts der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues

Finanzen : In Feuerwehren und Grundschulen wird investiert

Bürgermeister Ulf Hangert hat erste Eckdaten bekanntgegeben, nach denen der VG-Haushalt 2020 aufgestellt wird.

  Im Dezember stehen in zahlreichen Kommunen Haushaltsberatungen an. So auch in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Zwar ist die Sitzung es Verbandsgemeinderates, in dem der Haushalt voraussichtlich beraten wird, erst für den 18. Dezember angesetzt.

Doch wo die Reise für die VG hingeht, ließ sich bereits bei der jüngsten Sitzung des Haushalts- und Umweltausschusses feststellen, bei der Bürgermeister Ulf Hangert den Mitgliedern die Eckdaten für das kommende Jahr vorstellte.

So schließt der Ergebnishaushalt der VG voraussichtlich mit einem Jahresfehlbetrag von 810 700 Euro ab, während der ordentliche  Finanzhaushalt bei zu erwartenden Einzahlungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro einen Überschuss von 261 700 Euro erwarten lässt.

Insgesamt 16 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 1,874 Millionen Euro stehen auf der Liste der Investitionen für 2020. Die größten Geldsummen fließen in die Feuerwehren und in die Grundschulen der Verbandsgemeinde.

In die Feuerwehren will die VG 750 000 investieren. Für Zeltingen-Rachtig und Mülheim sind Gelder für neue Fahrzeuge eingeplant. Zudem sind 340 000 Euro für die Sanierung des Feuerwehrhauses in Neumagen-Dhron vorgesehen.

Ein weiterer Löwenanteil der Investitionen, nämlich fast eine Million Euro, fließt in die Grundschulen der Verbandsgemeinde. Die Grundschulen in Wintrich, Veldenz und Wehlen sollen saniert sowie die digitale Ausstattung der Grundschulen verbessert werden.

Dem gegenüber stehen Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von fast 1,2 Millionen Euro, so dass die VG 686600 Euro selbst finanzieren muss. Da die VG für 2020 keine freie Finanzspitze ausweist, müssen diese Summe Kredite aufgenommen werden. Da von den bestehenden Krediten im kommenden Jahr 609000 Euro getilgt werden, beträgt die Nettoneuverschuldung im kommenden Jahr 77 600 Euro.

Insgesamt zieht Hangert ein positives Fazit der Finanzsituation der VG. Stand diese 2012 noch mit 12,1 Millionen Euro in der Kreide, so sind es Ende 2020 voraussichtlich nur noch 7,763 Millionen Euro. „Und das bei einem Invest von sieben Millionen“, sagt er.

Bleibt die Frage, welche Umlage die Verbandsgemeinde ihren Ortsgemeinden aufbürdet. Diese soll sich von 26,5 Prozent auf 27.75 Prozent erhöhen. „Die Auswirkungen auf die Ortsgemeinden sind marginal“, sagte Hangert, der die Erhöhung für vertretbar hält.

Dieser Satz, der jedes Jahr nach dem Finanzbedarf der VG neu ermittelt wird, der zweitniedrigste seit dem Haushaltsjahr 2011. Damals betrug der Umlagesatz 39 Prozent und war seitdem kontinuierlich gesunken.