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Die elf Gebote: Für die Narren beginnt heute die schönste Zeit des Jahres

Die elf Gebote: Für die Narren beginnt heute die schönste Zeit des Jahres

Nicht nur für die Mitglieder der 53 Karnevalsvereine im Kreis ist heute ein wichtiger Tag: Der 11.11. ist den Narren so gut wie heilig. Mit den elf Geboten für alle Karnevalisten möchte der Volksfreund allen Narren einige Tipps für eine gelungene Session geben.

Bernkastel-Wittlich. Die Narren ziehen ihre Kostüme an, machen sich die Nase rot und starten in die Karnevals-Session. Der ein oder andere Prinz wird traurig sein, sein Amt niederzulegen.
In 53 Karnevalsvereinen im Kreis werden bis zum 18. Februar hunderte Veranstaltungen stattfinden. Damit es ein schönes und entspanntes Feiern wird, haben wir hier elf Gebote zusammen gestellt.

Gebot 1:
Dem Wubdus huldigen
Wo zwei oder drei im Namen des Wubdus zusammen sind, da ist ein Hauch von Karneval zu spüren. Früher gab es in Piesport den Brauch zum Beginn der Fastnacht, selbigen in den Gärten des Dorfs mit dem Spaten auszugraben. Aber gefunden wurde er bis heute nicht.
Gebot 2:
Umgib dich nur mit Karnevalisten
Geh nie mit einem Nicht-Karnevalisten zu Veranstaltungen. Man tut sich und seiner Begleitung keinen Gefallen, denn Trauerkloß gesichter und unnötige Fragen, wie: "Warum sitzen denn da oben elf Männer?" oder "Hast du keine Karten für die Plätze bekommen?" ersticken jede aufkommende Stimmung im Keim.

Gebot 3:
Immer an den Prinzen denken
Habe am 11.11. immer ein Taschentuch dabei, falls du einen scheidenden Prinzen aus Gladbach, Monzelfeld oder Lieser triffst, dem du die Tränen trocknen musst.

Gebot 4:
Applaus, Applaus, Applaus
Unterstütze jede Veranstaltung zu der du gehst, mit lautem Applaus und Helau-Rufen. Die Künstler werden es dir danken, vielleicht sogar mit einem Gastauftritt. Und wenn du am nächsten Tag keine Stimme mehr hast, werden die anderen erkennen, dass du riesigen Spaß hattest.

Gebot 5: Eine gute Duftnote macht Freunde
Vergiss nie das teure Parfüm zu verwenden, wenn du an Karneval unterwegs bist, denn man weiß nie, wen man im Laufe einer Veranstaltung herzt. Es könnte ein Karnevals-Traum-Prinz sein, der von deinem Duft umnebelt wird. Im vergangenen Jahr scheinen die Karnevalstraumprinzen aber kaum auf der Piste gewesen zu sein, denn in der Stadt Wittlich gibt es keine Trauung am heutigen Tag. Anders war das am 11.11.2011, da gab es im gesamten Landkreis 27 Trauungen, in Morbach heiratete sogar ein Paar kostümiert, Bräutigam war der Karnevalspräsident.

Gebot 6:
Regionale Besonderheiten achten
Informiere dich genau, wie der Schlachtruf des Vereins ist, bei dem du gerade feierst. Denn bei einem Helau in Hunolstein, wo man Alleh Ritsch ruft, oder in Piesport, wo man Narren Juche antwortet, könnte es peinlich werden.

Gebot 7:Man muss den Karneval feiern, wie er fällt
Komme dir nie komisch vor, deine Karnevalslaune auszuleben, ob alleine verkleidet vor dem Fernseher, als einziger Narr auf der Arbeit oder mit Pappnase auf der Straße. Karneval ist ein Stück unserer Kultur, die es zu wahren gilt!

Gebot 8:
Shoppinggewühl für die Vorfreude

Gehe immer in der Woche vor dem 11.11. in ein Karnevalsgeschäft deiner Wahl, um auf dem Laufenden zu sein, was in dieser Session aktuell ist. Zudem steigert das Getümmel die Vorfreude auf die ersten Veranstaltungen, beispielsweise auf die Karnevalseröffnung in Wittlich oder die Prinzenproklamation in Bernkastel beim KV Huckebein.

Gebot 9:
Essen und Trinken hält des Karnevalisten Leib und Seele zusammen

Ab dem 11.11. muss ein Karnevalist immer Sekt und Schnaps gekühlt im Haus haben, zudem sind Lachshäppchen angebracht, denn es könnten immer unangemeldet Karnevalskollegen vor der Tür stehen, die unbedingt was besprechen müssen. Und das geht nicht ohne Essen und Trinken.

Gebot 10:
Ohne Musik geht nix

Es ist eines jeden Narren Pflicht, an den Tagen um den 11.11. die regionalen Programme der Karnevalshochburgen zu verfolgen. Denn nichts ist peinlicher, als am Rosenmontag den Karnevalshit der Session nicht auswendig und lauthals mitsingen zu können.

Gebot 11:
Pilgere in die Karnevalshochburgen

Einmal im Leben sollte jeder Karnevalsjeck in die Hochburgen Köln, Düsseldorf oder Mainz gepilgert sein, um dort mit den Narren aus der ganzen Republik, wenn nicht von ganzen Erdkreis, den Karneval oder die Fastnacht zu begrüßen. Wer sich als Neu-Karnevalist versuchen will, dem seien auch die Hochburgen im Kreis, beispielsweise Dreis, Monzelfeld, Kröv und Longkamp empfohlen.