Die Eltern machen Druck
Eine Sanierung der Kindertagesstätte St. Antonius in Kues würde viel kosten und trotzdem nicht den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen. Deshalb soll ein Neubau her. Ende März soll Klarheit bestehen.
Bernkastel-Kues. Seit mehreren Jahren wird darüber diskutiert, im Stadtteil Kues einen neuen Kindergarten zu bauen. Der St.-Antonius-Kindergarten beim Krankenhaus ist in die Jahre gekommen. Er steht in Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Briktius Kues. Das Flachdach-Gebäude weist Mängel auf. Eine Sanierung würde etwa 700 000 Euro verschlingen. Deshalb ist ein Neubau geplant, der je nach Größe zwischen einer und 1,2 Millionen Euro kosten dürfte. Die Eltern machen Druck und haben Stadtbürgermeister Wolfgang Port eine Unterschriftenliste überreicht, damit "die Stadt im Sinne der Kinder tätig wird". Um den Neubau schneller vorantreiben zu können, erging unter anderem die Bitte, dass die Stadt den bestehenden Kindergarten samt Gelände kauft. Denn die Bemühungen der Kirche, das Gelände zu veräußern, sind bisher noch nicht von Erfolg gekrönt. "Es gibt einen Interessenten", berichtet Thomas Schmitz (Rendantur Wittlich). Unterschrieben sei aber noch nichts. Als neuer Standort war der Pfarrgarten vorgesehen. Das ist auch der Wissensstand von Thomas Schmitz. Er geht auch davon aus, dass die Kirche Träger bleibt. Die künftige Trägerschaft lässt Stadtbürgermeister Wolfgang Port noch offen. Er hat im Moment die künftigen Anforderungen an Kindertagesstätten im Auge. Ab 2010 gebe es einen Anspruch für Zweijährige auf einen Krippenplatz, ab 2013 auch für die Einjährigen. Alle vier Kindergärten (Bernkastel, Kues, Plateau und Wehlen) müssten sich dieser Anforderung stellen. "Wir machen eine Komplettbetrachtung", sagt Port. Daraus ergebe sich dann, wie der neue Kueser Kindergarten konzipiert werden müsse. Dabei geht es auch um Plätze für behinderte Kinder und eventuell auch für Kinder von Leuten aus anderen Orten, die in Bernkastel-Kues arbeiten. Danach werde beratschlagt, wo gebaut wird. Port bringt neben dem Pfarrgarten das Aldi-Gelände und das Gelände der Biologischen Bundesanstalt ins Gespräch. Aldi baut neu, das Bio-Gelände wird in circa zwei Jahren frei. "Danach wird entschieden, wer Träger wird", sagt Port. Auf all diese Fragen soll es, so Port, bis Ende März Antworten geben.