Die ewige Baustelle

WITTLICH-WENGEROHR. Seit 13 Jahren wohnen Bürger im Wengerohrer Neubaugebiet "In der Spitz/Im Schmitzberg". Aber noch immer befinden sich die Straßen dort im Status von Baustraßen, sind holprig und von Flicken durchzogen. Die Anlieger haben nun schriftlich den Endausbau angemahnt.

13 Jahre Baustraße - und immer noch kein Ende in Sicht. Die Anlieger des Wohngebietes "In der Spitz/Im Schmitzberg" im Wittlicher Stadtteil Wengerohr wollen das nicht länger hinnehmen. Seit Jahren werden sie immer wieder von Stadt- und Ortsbeiratsmitgliedern mit dem Hinweis vertröstet, dass der Endausbau der Straßen bald erfolgen werde. Noch schlimmer: Es wird fälschlicherweise unterstellt, dass ein Ausbau seitens der Anlieger nicht gewünscht sei.Doch jetzt lassen sich die gut 30 Anlieger des attraktiven Wohngebietes nicht mehr vertrösten. Sie wohnen gerne dort, sehr gerne sogar. Das Zusammenleben stimmt, die Nachbarschaft ist in Ordnung. Aber ein Baugebiet ist es schon lange nicht mehr. 35 von 44 Grundstücken sind bebaut, zum Teil schon seit zehn Jahren und länger.Der Endausbau ist immer noch nicht in Sicht. Deswegen haben die Anwohner Unterschriften gesammelt und verlangen den Straßenbau im kommenden Jahr. Bei der Übergabe der Unterschriftenliste an Bürgermeister Ralf Bußmer und dem anschließenden Gespräch mit dem Verwaltungschef, an dem auch Hans Hansen vom Fachbereich "Planung und Bau" beteiligt war, wurde es bestätigt: Das Wohngebiet "In der Spitz/Im Schmitzberg" ist das am längsten nicht fertiggestellte in Wittlich. Dies liege hauptsächlich an einer Änderung des Bebauungsplans, bei der es um die Ausweisung von vier bis sechs weiteren Bauplätzen an der Dualen Oberschule gehe.Bei Gesprächen der Anlieger mit Wengerohrer Ortsbeiratsmitgliedern danach hieß es hingegen, dass der Ortsbeirat die Gestaltung einer Grünfläche beschlossen hat, nicht die Ausweisung weiterer Bauplätze und auch nicht die Umgestaltung von Teilflächen.Das Hin- und Herschieben der letztendlichen Entscheidung zwischen Stadtverwaltung und Ortsbeirat ist für die Anlieger nicht nachvollziehbar und nicht mehr begründbar.Ihr Fazit daher: Stadtverwaltung und Ortsbeirat sollten schleunigst miteinander kommunizieren, um ein 13 Jahre altes Baugebiet endlich mit vernünftigen Straßen zu versehen.Einige Anwohner, die bei der Unterschriftenaktion nicht angetroffen wurden, wollten die Liste nachträglich unterschreiben. Damit haben sich bis auf zwei alle rund 30 Anwohner für den Straßenbau ausgesprochen. Auch die Stadtratsfraktionen erhielten eine Abschrift der Unterschriftenliste.Der Trierische Volksfreund wird am Ball bleiben und den weiteren Verlauf beobachten.

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