Die Familie ist der Ankerplatz

Die Diskussion über Jugendkriminalität ist allgegenwärtig. Der CDU-Gemeindeverband Bernkastel-Kues fordert in dem Zusammenhang Chancengerechtigkeit und verknüpft dies mit Familie, Bildung und Erziehung.

Bernkastel-Kues. (red) Leo Wächter, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Bernkastel-Kues, lud zu Beginn des neuen Jahres neben den Mitgliedern der Partei auch Schulelternbeiräte und Schülervertretungen der Bildungseinrichtungen aus der Verbandsgemeinde zum traditionellen Neujahrsempfang in die Güterhalle Bernkastel-Kues. "Sie alle setzen sich hoch motiviert in vielen Ausschüssen, Arbeitskreisen und bei Aktionen ein und helfen mit, durch Ihr unentgeltliches und stetiges Wirken ein Wir-Gefühl zu erzeugen", sagte Wächter.CDU-Kreisvorsitzender Alexander Licht führte in seiner Ansprache an die circa 150 Gäste aus, dass die Themen Familie und Bildung neben Klima und Löhnen die beherrschenden Punkte der politischen Landschaft auch 2008 sein werden. "Die ersten Tage der politischen Diskussionen, die Auseinandersetzungen zur Jugendkriminalität, zeigen, dass Chancengerechtigkeit elementar mit Familie, Bildung und Erziehung verknüpft ist", sagte Licht. Er betonte, dass die CDU in der Region seit Jahren die Möglichkeiten der Unterstützung des Ausbaues von Angeboten in der Familienhilfe ausdehne. Erziehung beginne aber nicht irgendwo, sondern im Elternhaus und setze sich über Kindergarten, Schulen, Hochschulen, die Aus- und Weiterbildung bis zu den Betrieben fort. Doch wo immer möglich, müsse der Schwerpunkt der Verantwortung in der Familie ankern. Alex Licht lud zu einem Bildungsgipfel vor Ort ein, der sich mit der Weiterentwicklung der Schulen von Grundschule bis hin zu den Berufsbildenden Schulen beschäftigen soll. Hier sei vor allem das neue Konzept der Landesregierung "Realschule Plus" zu nennen. Das "Plus " werfe für den Standort Bernkastel-Kues mehr Fragen als Antworten auf. "Die Zusammenlegung zweier Schularten bedeutet noch nicht die dringend erforderliche Weiterentwicklung im Schulsystem. Wir brauchen auch weiterhin differenzierte Abschlüsse. Das bedeutet eine klare Absage an die Einheitsschule und an eine undifferenzierte Zweigliedrigkeit, in der die Bildungsgänge schlichtweg aufgelöst werden", sagte Licht. "Realschule Plus" bringe darüber hinaus für die heutige Form der Berufsbildenden Schule in Bernkastel-Kues die Gefährdung ihrer qualitativen Substanz.