Die Feuerwehr sucht dringend Nachwuchs
Kaum zu glauben: Laufeld demnächst ohne Feuerwehr? Die Laufelder suchen händeringend Nachwuchs.
Laufeld. (ks) Die Jugendfeuerwehr Laufeld steht vor der Auflösung. Wenn gegen Ende des Jahres die 16-jährigen Mitglieder in die aktive Einsatzabteilung übernommen werden, bleibt noch eineJugendliche übrig. Eine groß angelegte Werbeaktion soll das verhindern.Kathrin Gerhards, 13 Jahre alt, ist seit zwei Jahren begeistertes "Feuerwehrmädchen". Sie schwärmt: "Bei uns in der Gruppe ist immer was los" und fängt an, aufzuzählen: "Drei Tage Zeltlager in Gipperath mit den Gleichaltrigen der Verbandsgemeinde, im Sommer das große Zeltlager mit allen im Kreis, Besuch des Frankfurter Flughafens und des Cascade-Bads in Bitburg, Radtouren und Spieleabende im Winter, Einsammeln der Weihnachtsbäume, Ausbildungsabend alle drei Wochen und bereits einige Einsätze, so beim Martinszug und dem überregioalen Mountenbike-Rennen."Trotzdem fühlt sie sich bei ihren anderen Hobbies wie Inliner fahren und Surfen im Internet nicht beeinträchtigt.Aber die 13-Jährige wird am Ende des Jahres ganz allein in der Jugendwehr übrig bleiben. Michael, Benny, Sven und Tobias werden dann mit 16 in die aktive Einsatzabteilung übernommen.Wehrführer Peter Gerhards sagt: "Wir klagen selbstverständlich im Chor der vielen Vereine über das Überangebot von Freizeitbeschäftigung sowie die fehlende Motivation der Jugendlichen, sich langfristig zu binden." Die Kinderzahl gehe zurück. Gerhards sieht auch die Gesamtsituation im Kreisjugendfeuerwehrverband. In den 96 Jugendfeuerwehren nimmt der Mitgliederstand kontinuierlich ab. Gegenüber 2005 zeigt die Statistik einen Rückgang von 1162 auf 1111 Mitglieder.Trotzdem ist der Wehrführer zuversichtlich: "Die Feuerwehr Laufeld hat als Stützpunktwehr mit Feuerwehreinsatzzentrale alles, was für die Aktiven in der Jugendfeuerwehr interessant ist." Er nennt den großen Gerätepark mit Löschgruppenfahrzeug und Tragkraftspritzenanhänger, den gut ausgestatteten Lehrsaal mit Internetanschluss und die Projekte neben der Ausbildungsarbeit. Außerdem stünden da, wo die Feuerwehrspitze des Kreises daheim sei - Peter Gerhards ist Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands und Karl-Josef Rauen Jugendwart des Verbands - optimal ausgebildete Jugendwarte zur Verfügung.Die Freiwillige Feuerwehr in Laufeld wurde außerdem auch anderweitig aktiv. Jedes Kind in Laufeld von zehn bis 16 Jahren bekam ein Infopaket mit attraktiven Stundenplänen, Linealen, Bleistiften und Kugelschreiber mit Feuerwehr-Logo und der Einladung zum Infoabend, der kürzlich stattfand. Peter Gerhards hofft, dass sein Appell an die Eltern, beim Nachwuchs für einen optimalen Schutz in Zukunft zu werben, eine zusätzliche Motivation darstellt.