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Die Geschichte des Weinhandels gerät nicht in Vergessenheit

Die Geschichte des Weinhandels gerät nicht in Vergessenheit

Nur Bordeaux war um 1900 ein wichtigerer Weinhandelsort als Traben-Trarbach. Die Casino-Gesellschaft will die Erinnerung daran in einer Ausstellung erhalten. Sie hat dafür auch einen repräsentativen Ort gefunden.

Traben-Trarbach. Die Geschichte des Weinhandels in Traben-Trarbach ist hoch spannend. Zwischen 1860 und 1910 entwickelte sich die Stadt zum zweitgrößten Weinhandelszentrum der Welt.
Nur das französische Bordeaux war noch größer. Zahlreiche hochherrschaftliche Häuser zeugen noch heute vom Wohlstand der damals tätigen Familien, deren Namen immer noch allgegenwärtig sind.
Die Erinnerungen an diese Zeit drohten aber in Vergessenheit zu geraten. Die mehr als 200 Jahre alte Gesellschaft Casino zu Trarbach steuert dagegen. Sie hat den seit vielen Jahren leerstehenden Laden des ehemaligen Bekleidungshauses Schneider-Würz (Moselstraße/Ecke Augustastraße) gemietet.
Dort sind nun Dokumente und Fotos aus der Blütezeit des Weinhandels zu sehen. Zusammengetragen haben sie Dr. Wolfgang Sartor, Dr. Rüdiger Spier, Manuel Stolte und Ewald Hannesen. Die Exponate sind der Grundstock für weitere Themen, die eng mit der damaligen Zeit verbunden sind. Die Stadt war zum Beispiel sehr früh elektrifiziert und hatte als eine der ersten deutschen Städte ein eigenes Elektrizitätswerk.
Feste Öffnungszeiten für die Ausstellung wird es nicht geben. Interessenten können sich aber unter E-Mail: casino-trarbach@t-online.de melden. Heute, Samstag, steht die Tür aber ab 15 Uhr allen offen, die sich über diesen bedeutenden Teil der Traben-Trarbacher Geschichte informieren wollen. cb