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Die Grünannahmestelle auf dem Kueser Plateau bleibt mindestens bis Ende 2020 erhalten.

Umwelt : Die Grünannahmestelle auf dem Kueser Plateau bleibt in Betrieb

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier und das Cusanushofgut verlängern den Vertrag über die Anlage auf dem Kueser Plateau um zwei Jahre.

Es war eine Hiobsbotschaft. Ende November 2017 wurde das Aus für die Grünschnitt-Sammelstelle auf dem Kueser Plateau verkündet. Das Hofgut wollte den Vertrag mit dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART) wegen verschärfter Auflagen und Risiken nicht mehr verlängern (der TV berichtete). Die Aufregung in der Region war groß. Schließlich handelt es sich um die zweitgrößte Anlage dieser Art im Kreis Bernkastel-Wittlich. Es folgten mehrere Gespräche. Sie führten dazu, dass die Schließung abgewendet wurde. Der neue Vertrag wurde erst einmal bis zum Jahresende 2018 abgeschlossen.

Und es geht auch danach weiter: Vor wenigen Tagen ist der Kontrakt zwischen dem ART und dem Cusanushofgut für zwei weitere Jahre, bis Ende 2020, verlängert worden. Das haben ART-Geschäftsführer Max Monzel und Volker Emmrich, Leiter des vom DRK-Sozialwerk betriebenen Hofguts bestätigt. „An uns soll es nicht scheitern, den Platz weiterzuführen“, sagt Monzel. Am DRK-Sozialwerk auch nicht.

Der Vertragsabschluss überschnitt sich mit dem Antrag der FDP-Fraktion im Stadtrat über die Zukunft der Sammelstelle zu reden. Angesichts der Massen an Grüngut sei es unerlässlich, den Standort auf dem Plateau zu erhalten, begründet Robert Wies den Antrag. Sich dafür einzusetzen, sei auch die Aufgabe des Stadtrates, sagt Wies.

Es war auch schon einmal über feste Öffnungszeiten des Geländes gesprochen worden. „Samstags von 8 bis 12 Uhr begeistert nicht“, sagt Max Monzel. Die Bürger sollten eine möglichst große Flexibilität in ihrem Zeitkorridor haben.  „Vielleicht muss man aber dem einen oder anderen auch sagen: Anderes Material, zum Beispiel Wohnzimmermöbel, hat dort nichts zu suchen“, wirbt er.

Es sei wichtig, dass möglichst kein Bauschutt das Grüngut verunreinige. „Sonst geht die Schreddermaschine kaputt“, ergänzt Volker Emmrich. Das sei auch schon passiert.

Mehr als 5000 Kubikmeter Grün kommen pro Jahr in der Annahmestelle zusammen. Den Kompost des geschredderten Materials verwendet das DRK-Sozialwerk auf seinen bewirtschafteten Flächen – zum Beispiel im Hofgut.

Max Monzel wirbt auch für den Einsatz der Biotüten, in denen Speisereste Platz finden sollen. „Wenn dieses Angebot nicht angenommen wird, gibt es für jeden Haushalt eine zusätzliche Tonne“, sagt er. Gerade das solle aber verhindert werden. Monzel: „Wir müssen dieses System nutzen, sonst bekommen wir eine nicht gewollte Diskussion.“ Niemand wolle mit einer mit Speiseresten gefüllten Tüte kilometerweit bis zur nächsten Biotonne fahren. Das verstehe er. In der Region gebe es aber 400 Abgabestellen. Wer noch nicht weiß, wo die sind:  „Meist bei den Glascontainern“, sagt Monzel.

Der neue Vertrag macht die Mitglieder des Bernkastel-Kueser Stadtrates froh. „Es wäre eine Katastrophe, wenn die Grüngutannahmestelle zugemacht worden wäre“, fasst Gertrud Weydert (Grüne)  die Stimmung zusammen.