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Die Grundschule Salmtal braucht mehr Platz

Schulen : Mehr Platz für Salmtals ABC-Schützen

Die Grundschule Salmtal braucht mehr Räume. Unklar ist, ob es einen Neubau geben wird oder nicht.

Neubau oder Anbau an die Grundschule Salmtal? Bei dieser Frage geht es um die Zukunft der Kinder und um viel Geld. Deshalb trafen sich die Mitglieder des Schul- sowie des Haupt- und Finanzauschusses, um sich ein Bild über die möglichen Alternativen zu machen. Dass die Schüler mehr Platz brauchen, steht dabei außer Frage. Das machen die Zahlen klar. Aktuell gibt es sechs Klassen, für die die vorhandenen Räume schon nicht mehr ausreichen. Und ab 2023 wird man für sieben Schulklassen Räume brauchen, spätestens ab 2024 werden es acht sein.

Die Gesellschaft für Projektsteuerung und Baumanagement aus Mainz hat für die Verbandsgemeinde nun untersucht, wie sich die Kosten bei einem Neubau und bei einem Anbau an die bestehende Schule auswirken würden. Die Bausubstanz der Salmtaler Grundschule ist nach Ansicht der Experten gut. Erst 2014 wurden 77 000 Euro in den Brandschutz investiert. Die Experten sagen: „Das Gebäude ist in einem guten Allgemeinzustand, trotz einiger Mängel wie Undichtigkeiten im Dach, ungedämmte Decken, eine erneuerungsbedürftige Ölheizung und Fenster.“ Neue Räume wären in einer Größenordnung von rund 570 Quadratmetern zu schaffen, darunter vier Klassenräume, eine Mensa, zwei Ganztagsräume und eine Vergrößerung des Pausenraums. Das würde mit Mensa 1,38 Millionen Euro kosten.

Für einen Neubau mit Mensa, für den ein Standort parallel zur L 141 beim Schul- und Sportzentrum in Frage käme, würden Kosten in Höhe von 2,76 Millionen Euro anfallen. Für einen Neubau ohne Mensa wären 2,24 Millionen fällig. Die Unterscheidung mit und ohne Mensa wurde gemacht, weil man bei einem Neubau die Mensa der IGS mitnutzen könnte. Dazu käme in beiden Fällen der Neubau einer Turnhalle, die mit etwas mehr als einer Million Euro zu Buche schlagen würde.

Die finanzielle Lücke zwischen Neubau und Anbau könnte mit einem Verkauf des jetzigen 3000 Quadratmeter großen Grundschulgeländes deutlich kleiner werden.

In der anschließenden regen Diskussion besprachen die Ausschussmitglieder die schwierige Verkehrssituation bei der jetzigen Grundschule, die es bei einem Neubau nicht gäbe, weil man den Parkplatz vor der IGS mitnutzen könnte. Weitere Synergieeffekte waren Thema. Als Argument gegen den Anbau wurde die anhaltend positive Entwicklung Salmtals ins Feld geführt, weil man dort schnell wieder an die Platzkapazitäten stoßen könnte, ähnlich wie jetzt in Hetzerath.

Auch zusätzliche Erschließungskosten, wie beispielsweise durch eine zusätzliche Abbiegespur, wurden angesprochen, konnten aber nicht abschließend geklärt werden. Insgesamt ging die Tendenz in der Diskussion zu einem Neubau ohne Mensa. Allerdings entscheidet darüber nicht der Ausschuss. Jetzt wird in den Fraktionen diskutiert. Anschließend wird im Verbandsgemeinderat entschieden.