Die Gruppe wird zum Erlebnis

ERBESKOPF. (urs) Vor allem der Andrang am Morgen hat dem "1. Erbeskopf Nordic-Walking-Tag" eine erfreuliche Bilanz beschert. Daher wird es wohl nicht bei der Premiere bleiben.

Sonntag, zehn Uhr. Es geht schon rund am Erbeskopf. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Angespornt von den flotten Sprüchen ihrer Trainerin wärmen sich die ersten 40 Teilnehmer des "Erbeskopf Nordic-Walking-Tages" vorschriftsmäßig auf. "Der Berg ruft" ermuntert "Instruktor" Silke Gottlieb, zum richtigen Dreh bei den vorbereitenden Hüftschwüngen. Und da auch "der Winter schon vor der Tür" steht, lassen alle artig Arme und Beine in die Höhe schnellen. Schließlich will doch jeder dem drohenden Speck gleich vorweg Paroli bieten. Kaum aufgewärmt, walken die Ersten los. Gilt es doch, 6,4 Kilometer zu schaffen - allerdings in relativ ebenem Gelände und mit nur einer leichteren Steigung. Wer sich mehr zutraut, startet mit knapp 30 Leuten eine halbe Stunde später auf der Acht-Kilometer-Strecke. Die ist allerdings schon anspruchsvoller, wie Margret Schmidt verrät, die Initiatorin des neuen Hunsrückhaus-Angebotes. Organisiert hat sie den ersten "Walking-Tag" zusammen mit Nicole Weis vom Hunsrückhaus. Doch der sportliche Part ist der ihre. "Sie ist auch die Strecken abgegangen", verrät Weis, die an diesem Tag auch Walkingschuhe eingepackt hat. Aber sie will später losgehen - und "nur die kleine Runde". Die Teilnehmer haben verschiedene Gründe am Erbeskopf zusammengeführt. Frank Goerke aus Idar-Oberstein räumt ein, dass es ihm darum geht, "ein bisschen Gewicht zu reduzieren". Vor allem aber mache es ihm "eine Menge Spaß", etwas für die eigene Fitness zu tun. Zwei Damen um die 40 pflegen an diesem Morgen nur ihr übliches Hobby. Die Stöcke haben sie aber immer dabei: "Das ist angenehmer zu gehen und für die Gelenke besser." Auch Felizitas Schuh kennt die "Nordic Walking"-Vorteile: "Ich gehe regelmäßig - wenigstens einmal die Woche", erzählt die Wolzburgerin. Außerdem sei es ein Erlebnis, in einer größeren Gruppe mitzugehen. Noch dazu bei optimalem Wetter mit wenigen Grad über Null plus strahlendem Sonnenschein: "Das ist wunderschön - einfach toll." "Das Wetter ist einfach traumhaft", bestätigt Instruktor Margret Schmidt. Und die Routen über Schotter, Feld- und Waldwege seien teils sehr weich und gut zu gehen. Außerdem wurden die Walker mit wunderschönen Ausblicken belohnt. Bis zum Abend trudeln aber dennoch nicht mehr allzu viele ein, die sich das nicht entgehen lassen wollen. Alles in allem seien es knapp 100 Teilnehmer gewesen, bilanziert Nicole Weis. Doch zufrieden ist sie dennoch. Fürs erste Mal sei das ein schönes Ergebnis. "Ich denke, wir werden das auf jeden Fall wiederholen", stellt sie in Aussicht.

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