Die gute Stube kann bald bezogen werden

Die gute Stube kann bald bezogen werden

Die Bauarbeiten sind fast abgeschlossen. Jetzt ist die Gemeinde dabei, das Generationenhaus mit Leben zu füllen. 30 Bürger haben sich bereit erklärt, ehrenamtlich eine Aktivität anzubieten. Dazu kommen 20 Helfer, die bei der Ausgabe des gemeinsamen Mittagstischs, der im November starten wird, anpacken wollen. Das Gebäude wird am 30. Oktober eingeweiht.

Altrich. Die Rigipsplatten sind schon verspachtelt, der Außenputz wird gerade aufgezogen und man kann sich schon sehr gut vorstellen, wie hier in Zukunft in der "guten Stube" Altrichs, im ehemaligen Feuerwehrhaus der Gemeinde, Kinder basteln, das gemeinsame Mittagsessen eingenommen wird oder Erzählnachmittage stattfinden.
Insgesamt ist das Gebäude 160 Quadratmeter groß. Es gibt zwei Aufenthaltsräume, Toiletten und eine kleine Küche. Zu dem Projekt kam es, weil das Feuerwehrhaus, das zwischen Kirche und Altreiahalle befindet, leer stand. Abreißen ging nicht, denn die Aussegnungshalle der Kirche und der Kühlraum sind ebenfalls darin untergebracht, und werden gebraucht. "Die Gemeinde hätte die Kosten für den Abriss gehabt und hätte die Fläche gestalten müssen. Das wäre nicht sinnvoll gewesen", erklärt Ortsbürgermeisterin Heike Knop. So hat sich der Gemeinderat entschieden, die Bürger zu befragen, welche Nutzung sie sich vorstellen könnten und schließlich entstand das Projekt "Generationenhaus". Es soll keine Konkurrenz zur bestehenden Gastronomie oder zur Altreiahalle sein, sondern eine Ergänzung. "Alle Gemeinden in unserer Größenordnung haben ein weiteres Gebäude, das für kleinere Gruppen zur Verfügung steht", sagt die Ortsbürgermeisterin.
Per Fragebogen hat die Gemeinde die Bürger gefragt, wer Interesse und Bereitschaft hätte, eine Aktivität im Generationenhaus anzubieten. 30 Personen konnten sich das vorstellen. Die Ideen reichen vom Basteln mit Kindern, über Ausgangspunkt für Wanderungen, alte Handarbeiten und ein Musikangebot für Kinder sind dabei im Gespräch. "Unser nächster Schritt ist, einen Nutzungsplan für das Gebäude aufzustellen. Wir wollen aber erst einmal langsam anfangen und sehen, was sich entwickelt und wie es organisatorisch zu handhaben ist", so Knop.
Fest steht der Eröffnungstermin, der ist am 30. Oktober um 11 Uhr. Angemeldet haben sich dazu bereits der Verbandsbürgermeister Dennis Junk, Landrat Gregor Eibes und der Präsident der ADD Thomas Linnertz. Pastor Bruno Comes wird die Einweihung übernehmen.
"Es freut mich sehr, dass so hochrangige Gäste da sind, das ist dann auch ein würdiger Rahmen um den Bürgern, dem Gemeinderat und den Ausschüssen für ihre Arbeit zu danken", sagt Heike Knop. Kurz danach geht es mit der ersten Nutzung los, am 3. November ist das erste Generationenessen.
Die Mahlzeit wird aus dem Haus Wendelinus in Wittlich kommen, in Altrich wird es dann von vier Helferinnen angerichtet. Insgesamt werden sich 20 Personen, beim alle 14 Tage stattfindenden Essen, beim Helfen abwechseln.
Die Kosten für das Projekt liegen bei knapp 390 000 Euro. Aus der Dorferneuerung wurde das Projekt mit 197 000 Euro unterstützt.

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