Die Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Die Hartnäckigkeit zahlt sich aus

VELDENZ. (cb) Ein Sozialverband als Konzert-Veranstalter: Alltag ist so etwas nicht. In Veldenz wird aber ein solche Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Es sind noch ein paar Monate hin bis zum 11. September. Die Vorbereitungen für ein, zumindest von der Organisation her, eher ungewöhnliches Konzert laufen aber bereits. Ungewöhnlich ist das Konzert in der evangelischen Kirche in Veldenz, weil es vom VdK-Ortsverband Veldenz organisiert wird. Üblicherweise wird der Sozialverband mit anderen Aufgaben in Verbindung gebracht. "In der Satzung steht aber, dass auch die Kultur gefördert werden soll", erläutert Vorsitzender Wolfgang Tilsner. Tilsner ist die treibende Kraft bei diesem Projekt. "Ich bin ein Liebhaber klassischer Musik", erzählt er. Aus dieser Intention heraus sei dann Idee zu einem solchen Konzert entstanden. "Ich habe Kontakte zu verschiedenen Ensembles geknüpft", sagt er. Verpflichtet hat er schließlich sieben Mitglieder des Mainzer Kammerorchesters, die unter dem Namen "Deutsche Kammervirtuosen" auftreten. Die Profimusiker spielen am 11. September ab 19.30 Uhr unter anderem Werke von Rossini, Vivaldi und Mozart. Das Konzert ist Teil der Mosel Festwochen. Ganz einfach war es aber nicht, den Mosel Festwochen-Machern das Konzert schmackhaft zu machen. "Intendant Hermann Lewen hat mich anfangs gar nicht richtig ernst genommen", erzählt Tilsner schmunzelnd: "Ich bin ihm richtig auf den Geist gegangen."Karten kommen Ende März auf den Markt

Letztlich seien die Bemühungen aber von Erfolg gekrönt gewesen. Dazu habe auch beigetragen, dass im vergangenen Jahr ein Konzert mit dem "Duo Spohr" gut gelaufen sei. Dieses Konzert hatte der Förderverein der "Villa Romana", dem Tilsner damals noch angehörte, in Veldenz initiiert. Mittlerweile konzentriert sich Tilsner ganz auf die Arbeit im VdK-Ortsverband. Dort sei jahrzehntelang wenig passiert, sagt er. Seit eineinhalb Jahren führt Tilsner den Vorsitz. Hinter dem VdK stehe ein große Organisation, mit der man viel bewegen könne, sagt er. Beim VdK-Landesverband lief er offene Türen ein und bekam sogar die Zusage für einen Zuschuss für das Konzert. Weit mehr als die Hälfte der Kosten hat Tilsner bereits durch Sponsoren abgesichert. Ein finanzielles Risiko bestehe deshalb nicht, sagt er. Die Karten (Stückpreis zehn Euro) kommen frühestens Ende März auf den Markt. Die evangelische Kirche bietet Platz für circa 300 Besucher.

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