Die Hilfe der Fußballer kommt in Ruanda an

Die Hilfe der Fußballer kommt in Ruanda an

Erstmals treffen sich Paten und Freunde des Behindertenkinderheimes Inshuti Zacu in Ruanda am Sonntag, 2. November, im Wittlicher Casino. Ab 16 Uhr werden neben Jürgen Debus, dem ehemaligen Staatssekretär der rheinland-pfälzischen Landesregierung und Vorsitzenden des Vereins Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda, der bekannte Buchautor Stefan Gemmel und Katharina Hahn direkt aus Ruanda berichten.

Wittlich. (red) Eine von insgesamt 35 Patenkindern im Heim "Inshuti Zacu" in Gahanga ist Chantal Mutatsinema. Sie ist zehn Jahre alt und wird schon fünf Jahre von den Schwestern des katholischen Ordens "Inshuti z'Abakene" (Freunde der Armen) betreut. Viel zu früh wurde sie für ihre körperliche Entwicklung geboren und hat deshalb große Probleme beim Laufen und bei eigentlich allen motorischen Tätigkeiten. Geistig ist sie fit und erzählt von ihrem Alltag.

"Um 5 Uhr morgens werden alle Kinder geweckt, denn es vergeht viel Zeit, bis alle angezogen und gewaschen sind, denn viele brauchen Hilfe. Nach dem Frühstück - Sorghumbrei, aufgekochtes und gesüßtes Sorghummehl, wie es hier fast alle Kinder zum Frühstück essen - gehe ich zur Schule. Wir lernen Schreiben, auch schon ein wenig Englisch und ein bisschen Mathematik. Mit Singen und Tanzen, Trommeln, ruandischer Folklore und englische Lieder mit Gitarrenbegleitung endet der Unterrichtstag. Beim gemeinsamen Mittagstisch gibt es Reis, Kartoffeln oder Maniok. Ich kann das alles alleine essen, andere Kinder leider nicht. Am Nachmittag haben wir dann Freizeit. Ich beschäftige mich oft damit, das Gehen in einem Laufgestell zu üben. Wir legen Puzzles oder spielen mit Duplo."

Lebensunterhalt und medizinische Betreuung



Das Behindertenkinderheim Inshuti Zacu wird seit 2001 von den Mosel-Fußballern betreut. Durch viele Aktionen der Fußballer, vieler Vereine und Veranstaltungen und vor allem vieler Einzelpersonen als Paten (60 Euro jährlich), die den Lebensunterhalt und die medizinische Betreuung der Kinder finanzieren, kann in dem Heim optimal gearbeitet werden. Ansprechpartnern der Mosel-Fußballer sind Alois Stroh, Telefon 06571/8701, E-Mail: alois.stroh@t-online.de und Klaus Schmitz, Telefon 06571/5535, E-Mail: klaus-w.schmitz@t-online.de.