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Die Hoxeler Kapelle ist zum zweiten Mal in zwei Jahren beschädigt worden

Streich oder Vandalismus? : Beschädigtes Kirchenfenster in Hoxel: Polizei sucht weiter Zeugen

Zum zweiten Mal haben Unbekannte einen Teil des ältesten Gebäudes im Ortsbezirk, der Kapelle, demoliert. Und das ist aus zwei Gründen besonders ärgerlich.

Die Hoxeler Kapelle stand in diesem Jahr unter einem schlechten Stern. Sie wird in diesem Jahr wie drei andere Kapellen auf dem Balkan – darunter versteht man die drei Ortsbezirke Hoxel, Morscheid-Riedenburg und Wolzburg – 250 Jahre alt. Das Jubiläum sollte auch gefeiert werden. Und dafür wurde das wohl älteste Gebäude in Hoxel auch ordentlich aufgepeppt. Zahlreiche Freiwillige sorgten für einen Neuanstrich des Gotteshauses. Die Fassade wurde gleich zweimal mit weißer Farbe versehen. Die Fensterumrandungen  und der Sockel bekamen ebenfalls neue  Farbe. Auch der nahegelegene Brunnen wurde  restauriert.

So weit, so gut. Der Jubilar war herausgeputzt. Nur das Fest am Tag des Offenen Denkmals mit Wanderungen von einer Kapelle zur anderen, das fand nicht statt. Corona machte den Menschen im Ortsbezirk und in der Kirchengemeinde einen Strich durch die Rechnung.

Und jetzt gibt es noch einen Schlag ins Kontor: Unbekannte haben ein bleiverglastes Fenster mit  einem Stein eingeworfen (der Trierische Volksfreund berichtete). „Das ist sehr ärgerlich“, sagt der Hoxeler Ortsvorsteher Marco Thees, zumal die Kapelle ja gerade erst fertiggeworden sei und viele Menschen sich dabei ehrenamtlich engagiert hatten. Die Polizei sucht Zeugen. Bislang verfolgt sie nach Angaben eines Sprechers noch keine konkrete Spur. In der Morbacher Polizeiinspektion will man genauso wenig über die Motive spekulieren wie der Ortsvorsteher oder der Pastor und Hausherr Michael Jakob.

Ob mutwillige Zerstörung oder nur ein Versehen – immerhin ist das beschädigte Fenster an der Seite, wo  der  Spielplatz liegt –, der Schaden dürfte  nicht unerheblich sein. Allerdings muss er wohl erst von einer Fachfirma beziffert werden, sagt Jakob.

Auch er ist verärgert, zumal erst vor zwei Jahren schon einmal ein Kapellenfenster mit einem Stein  eingeworfen wurde. Damals hatte die Sanierung  laut Jakob rund 2600 Euro gekostet. Allerdings war damals ein größerer Teil des Glases betroffen. Das Bistum Trier hatte  die Kosten  beglichen. Nachdem der erneute Schaden bemerkt wurde – er ist laut Polizei zwischen Mittwoch, 30. September, und Freitag, 2. Oktober entstanden – hat Jakob Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Dieses bleiverglaste Fenster ist kaputt. Der Ortsvorsteher Marco Thees zeigt auf die Stelle. Foto: Ilse Rosenschild

Dass sich eventuelle Zeugen bei der Polizei, Telefon 06533/93740, melden, sei auch in seinem Sinne. Oder auch bei ihm persönlich. „Wir würden schon einen Weg finden.“ Das Pfarrbüro ist unter Telefon  06533/93290, erreichbar.