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Die IGFM in Wittlich muss raus aus ihrem Lager

Soziales : Hilfsorganisation sucht neue Bleibe

Die IGFM Wittlich muss ihr bisheriges Lager räumen. Sollte die Gruppe nicht schnell eine neue Bleibe finden, müsste die Arbeit eingestellt werden.

(will) „Wir müssen raus, und das ist ziemlich schrecklich.“ Katrin Bornmüller von der Arbeitsgruppe Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Wittlich ist hörbar am Boden zerstört. 20 Jahre hat die Gruppe unter der Leitung von Bornmüller Hilfsgüter in den Kellerräumen der Firma Metzen in Wittlich am Rommelsbach gesammelt und an die Ärmsten in Europa und in den Flüchtlingslagern im Irak verschickt.

449 Sattelschlepper sind in dieser Zeit nach Albanien, Rumänien, Litauen, Lettland, Bosnien, in den Nord-Irak und andere Länder in Ost-Europa gegangen, um dort die Not der Menschen mit Kleidung, Nahrungsmitteln, Haushaltswaren, medizinischen Hilfsmitteln oder Krankenbetten und vieles mehr zu lindern. „Ich würde gerne den 450. Transport auch noch machen“, sagt Bornmüller. Doch ob die IGFM diesen und weitere organiseren kann, steht derzeit mehr als in den Sternen. Denn die Arbeitsgruppe muss ihr Lager in den Räumen der Firma Metzen bis Ende April räumen, weil umfangreiche Renovierungsarbeiten anstehen. „Dann müssen wir sehen, wie wir das machen“, sagt Bornmüller.

Die mehr als 60 Ehrenamtlichen der IGFM haben alle zwei Wochen einen Hilfstransport losgeschickt. Seit 38 Jahren existiert die Gruppe, seit 28 Jahren werden Hilfstransporte organisiert. Die Arbeitsgruppe finanziert sich komplett durch Spenden. Jetzt steht die humanitäre Hilfe für die Ärmsten vor dem Aus, Hilfsgüter können derzeit keine mehr angenommen werden. Zumindest so lange nicht, bis neue Lagerräume gefunden sind. Deshalb wendet sich Katrin Bornmüller an die Öffentlichkeit  mit dem Appell, der Arbeitsgruppe neue Räume in Wittlich inklusive der dazugehörenden Stadtteile zur Verfügung zu stellen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte ist eine humanitäre Bürgerbewegung und als gemeinnütziger Verein registriert. Die IGFM unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern.

Die Grundlage der Arbeit der IGFM bildet die allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Sie hat Beobachterstatus beim Europarat. Gegründet wurde die Gesellschaft am 8. April 1972, damals noch als Gesellschaft für Menschenrechte (GFM) in Frankfurt am Main. Katrin Bornmüller, ist Vorsitzende der deutschen Sektion der IGFM und gleichzeitig die Sprecherin der IGFM-Arbeitsgruppe Wittlich.

Weitere Infos und Kontakt bei Katrin Bornmüller, Telefon 0179/3216165, Johanna Werner,  Telefon 06571/4047, Leo Schäfer, 06575/4490,  oder Carmen Jondral-Schuler, Telefon 06532/2069.

Mehr zur IGFM gibt es im Internet unter www.igfm.de