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Die Jüngsten üben besonders eifrig

Die Jüngsten üben besonders eifrig

Mitte August steigt der erste Monzelfelder Musiksommer, ein Konzert-Wochenende auf einer Freilichtbühne mitten im Ort. Dafür probt der Musikverein Cäcilia Monzelfeld derzeit intensiv.

Monzelfeld. Neue Ideen sind in Monzelfeld immer gefragt. Vor allem, wenn es darum geht, bei Vereinsfesten für Andrang zu sorgen. Der Musikverein Cäcilia will das mit seinem ersten Musiksommer erreichen. Das zweitägige Fest, eine Open-Air-Veranstaltung am Dorfplatz beim Bergarbeiterbrunnen, steigt am Samstag und Sonntag, 24. und 25. August.
Im Wechsel mit drei Gastvereinen und einer Schulband wollen die Jugendgruppe und das große Orchester ihr Sommerprogramm vorstellen. Der Samstag ist als Newcomer-Abend geplant und bleibt überwiegend dem Nachwuchs vorbehalten. Damit es den Besuchern an nichts mangelt, werden rund um die Bühne Partyzelte und Pavillons für Speisen und Getränke aufgebaut.
"Wir wollen neue Wege gehen", begründet Schriftführer Klaus Roth das neu konzipierte Fest. Vorsitzender Schommer Hans-Josef Schommer hofft, dass der Musiksom mer zu einer "unbeschwerten Sache" wird. Kommt er gut an, soll er fest etabliert werden im Veranstaltungskalender - allerdings künftig vor, statt nach den Sommerferien. Doch so bleibt in diesem Jahr ein wenig mehr Zeit, sich auf die Premiere des Monzelfelder Musiksommers vorzubereiten. Seit Wochen wird dafür fleißig geprobt.
Durchschnittsalter: 25 Jahre


Vor allem die Nachwuchsmusiker des 87-jährigen Traditionsvereins knien sich mächtig rein. Schließlich wollen sie zeigen, wie gut sie Trompete, Posaune, Klarinette, Querflöte oder Rhythmusinstrumente im Griff haben. Schommer weiß, wie wichtig das für die jungen Leute ist. Angebote wie der Musiksommer könnten mit dazu beitragen, dass Musikschüler trotz der anfänglichen "Durststrecke" beim Lernen eines Instruments dabei blieben. Unabhängig vom Erfolg dieses neuen Angebotes will der Verein an seinem bisherigen Jahresprogramm mit Frühjahrskonzert und Stimmungskonzerten zu später Stunde festhalten. Ähnlich wichtig wie Konzerte als erste Bewährungschancen ist für Schommer das funktionierende Miteinander wie bei den Proben. "Bei uns darf auch mal gelacht oder geschwätzt werden", sagt er.
Die zehn Neuen, die der Verein seit Mai ausbildet, drücken das aktuelle Durchschnittsalter der Musiker im Alter von neun bis 70 Jahren auf sage und schreibe 25 Jahre. Für die älteren Musiker im Verein ist der Nachwuchs Motivation pur. Schriftführer Roth ist froh, dass es so gut geklappt hat mit dem Anwerben junger Leute.
Zu danken sei das wohl nicht zuletzt den drei jungen Dirigenten des Vereins. Sie wählten moderne und zum Verein passende Stücke aus, die alle gerne spielten.
Aktuelle Stimmungsmusik begeisterte auch die Jüngsten. Als weiteren Pluspunkt des Vereins nennt er den mit großem ehrenamtlichem Engagement entstandene neuen Probenraum (der TV berichtete). Seit in den modernen und behaglichen Räumen regelmäßig geübt werde, sei die "starke Gemeinschaft von Jung und Alt" noch intensiver. urs