Die Jugend begeistern und einbeziehen

Die Jugend begeistern und einbeziehen

Mit dem bereits begonnenen Ausbau des Kindergartens für Kleinkinder stellt sich Reil den Bedürfnissen junger Familien. Aber auch der Herzenswunsch Kunstrasenplatz zielt auf das Wohl nachfolgender Generationen ab.

Reil. (urs) In Reil stehen momentan viele Projekte auf der Wunschliste. Mit am wichtigsten ist für Ortsbürgermeister Artur Greis der Erhalt der Infrastruktur des Dorfes. "Wir werden alles unternehmen, diese zu erhalten", betont er mit Blick auf die demografische Entwicklung. Dass das nicht nur Worte sind, hat die Gemeinde bereits bewiesen. So werden momentan im Kindergarten Ganztagsplätze eingerichtet und die Voraussetzung geschaffen für die Aufnahme von Kleinkindern. Daneben will sich Reil aber auch für den Erhalt der eigenen Grundschule einsetzen und jungen Familien zu "bezahlbaren Baugrundstücken" verhelfen. Allerdings soll über das Engagement für Kinder und Familien die Bausubstanz von Reil nicht ins Hintertreffen geraten. Das Ziel ist, wie Greis deutlich macht, die "drohende Verödung des Ortskerns zu verhindern".

Ganz oben auf der Wunschliste der Gemeinde steht ein Vorhaben, das vor allem jüngere Reiler sowie nachfolgende Generationen im Blick hat: die Umwandlung des Sportplatzes in einen Kunstrasenplatz. Der Ort habe sich in den vergangenen Jahren zu einem "Zentrum des Damenfußballs" entwickelt, sagt Greis zur Begründung. Außerdem könne die Gemeinde so einen Beitrag leisten, "die Jugend für unsere Region zu begeistern". Langfristige Ziele sind zudem der Ausbau der Position einer führenden Tourismusgemeinde und nicht zuletzt der Hochwasserschutz. Reil wolle da entsprechend vorbeugen, versichert der Gemeindechef.

Beim Blick auf 2007 zieht Greis eine positive Bilanz. Was die Gemeinde sich vorgenommen habe, sei auch soweit verwirklicht worden. Als einzige Ausnahme nennt er den Grünabladeplatz, den die Kreisverwaltung, obschon ein solches Angebot erforderlich sei, nicht genehmigt habe. Ein "her ausragendes" Projekt des Vorjahres ist für Greis die mit dem belgischen Zedelgem besiegelte Partnerschaft. Die Großgemeinde zähle 22 000 Einwohner. Motiviert dazu habe der Wunsch, einen Beitrag zu leisten für das "Zusammenwachsen Europas". Chancen sieht er vor allem im kulturellen Austausch beider Gemeinden. Außerdem soll auch die Reiler Jugend mit eingebunden werden. Schließlich liege es ja in der Verantwortung der jungen Leute, in Europa ein Zusammenleben in Frieden und Freiheit zu sichern. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist für Greis der neue Radweg, der Reil und Zell verbindet. Mit der Verbandsgemeinde- und Kreisgrenzen passierenden Strecke sei es gelungen, neben dem Eisenbahnhistorischen Weg ein zweites überregionales Projekt zu verwirklichen.

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