Die Kirche in Wittlich-Bombogen wird renoviert

Religion : Damit die Noten trocken bleiben

An der Kirche in Bombogen waren einige Renovierungsarbeiten notwendig. Insgesamt wurden rund 290 000 Euro investiert. Ehrenamtliche haben mitgeholfen, wo es ging.

Ehrenamtliche und Profis haben in der sechsmonatigen Renovierungsphase in der Kirche in Bombogen viel geschafft. Sie wurde von außen angestrichen, Sandsteine wurden ausgewechselt, Fenster abgedichtet, die Elektrik auf den neuesten Stand gebracht, beim Brandschutz investiert.

Auch am  Dach waren einige Arbeiten nötig. Organist und Küster Bernd Oster sagt: „Zeitweise hatte ich einen Eimer neben der Orgel stehen, um das Regenwasser, das durchs Dach gedrungen ist, aufzufangen. Aufgefallen ist mir der Schaden, weil ich ein Keyboard auf dem Chor stehen hatte, und die Noten, die darauf gelegen haben, nass geworden sind.“ Das hat jetzt ein Ende, denn auf der 820 Quadratmeter großen Dachfläche wurden fast 500 Schiefer ausgetauscht und etwa 170 neu befestigt. Zudem sind Blitzschutz, Schneefangsystem und Sicherheitshaken neu gemacht worden.

Sehr viel getan hat sich auf dem Dachboden der Kirche Maria Himmelfahrt. Dort wurde ein neuer Steg gebaut, um an alle Bereiche des Dachstuhls heranzukommen, und der Aufstieg dorthin  wurde mit einer neuen Treppe sicherer gemacht.

Für die Besucher des Gotteshauses sichtbar sind vor allem das restaurierte Missionskreuz, das außen angebracht ist, und der Vorraum, der von Feuchtigkeitsschäden befreit, neu gestrichen  und mit neuen Lampen ausgestattet wurde.

Im Vorraum haben sich auch Ehrenamtliche eingebracht, um die Kosten zu senken. „Viele Arbeiten mussten von Fachfirmen erledigt werden, oft auch aus haftungsrechtlichen Gründen, aber wenn etwas mit Ehrenamtlichen gemacht werden konnte, waren auch Helfer da, um es zu machen“, erklärt Thomas Oehlenschläger, zweiter Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Im Glockenturm, in dem sich im Laufe der Jahre einiges angesammelt hat, beispielsweise alte Kirchenbänke, wollen Mitglieder des Musikvereins in den kommenden Wochen räumen. Was nicht gleich ins Auge fällt, sind die Arbeiten am Hochaltar, er wurde von Holzwürmern befreit. Und es gibt eine neue, einheitliche Schließanlage.

Insgesamt haben die Arbeiten 290 000 Euro gekostet, davon hat das Bistum 153 000 Euro übernommen. „Das war für uns schon eine stattliche Summe, mit Spenden und Eigenmitteln ging es finanziell gerade so hin. Ein zweites Mal könnten wir uns das nicht leisten“, sagt Oehlenschläger weiter.

In Bombogen ist alle vierzehn Tage ein Gottesdienst, und die Pfarrgemeinschaft ist sehr aktiv. Es gibt beispielsweise eine Chorgemeinschaft mit Lüxem, bei der 25 bis 30 Sänger aktiv sind, einen Kinderchor, der momentan neun Mitglieder hat, 15 Messdiener sind regelmäßig im Einsatz, eine Frauengruppe kümmert sich um den Blumenschmuck, es werden regelmäßig Seniorennachmittage veranstaltet und der Musikverein unterstützt die Kirchengemeinde nach Kräften. Gerd Scholten, Verwaltungsratsmitglied berichtet: „Da braucht man nicht lange fragen oder bitten, wenn hier etwas von der Kirchengemeinde ist, sind sie da, und das ist noch lange nicht selbstverständlich.“

Jetzt ist soweit alles fertig – bis auf Treppen, die von außen zur Sakristei und in den Heizungskeller führen. Die gehören der Stadt Wittlich, da wird der Rat über das weitere Vorgehen beraten.

In diesem Jahr wird es auch wieder ein Pfarrfest geben, aus Anlass der 50-jährigen Altarweihe.

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