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Die Kita in Landscheid stößt an Grenzen

Infrastruktur : Eine neue Küche muss her

Mehr Zuzug, mehr Kinder. Die Kita in Landscheid stößt an Grenzen. Wie der Gemeinderat das lösen will.

„Die Bevölkerungszahlen wachsen“, sagt Ortsbürgermeister Michael Comes. Immer mehr Menschen ziehen nach Landscheid

Doch was eine gute Nachricht ist, führt die Kindertagesstätten und auch die Grundschule an ihre Grenzen.

Die Kita in Landscheid sei schon jetzt an ihrer Grenze, sagt Michael Comes. Aktuell ist die Kita für 85 Plätze ausgelegt. In Zukunft werde man 20 bis 25 Plätze mehr benötigen. Das Problem für die Kita in Landscheid: Die Küche ist für so viele Kinder nicht ausgelegt. „Die Küche ist an ihrem Limit“, sagt Comes. „Momentan ist noch alles in Ordnung. Die Kinder sind sehr zufrieden mit der Qualität des Essens.“ Das Kita-Zukunftsgesetz sieht aber vor, dass allen Kindern ein Mittagessen angeboten werden müsse. Würde die Küche nicht vergrößert hieße das, „dass wir keine Kinder mehr aufnehmen können“, so Comes.

Um das zu verhindern, müssten ein Kombidämpfer, ein Tiefkühlschrank und weitere Kühlschränke eingebaut werden. Innerhalb des Gebäudes herrscht allerdings Platzmangel. Auch müsste die Küche einen weiteren möglichen Platzausbau in Zukunft stemmen können. Da fragen sich manche, ob es nicht besser wäre, eine andere Lösung anzustreben.

In Zukunft werde man sich mit diesem Thema weiter auseinandersetzen müssen, so der Tenor bei der Ratssitzung. Eine Möglichkeit wäre, die zusätzlichen Kinder über ein Catering zu bespeisen. Ein externer Anbieter könnte das Essen also anliefern.

Ein Ratsmitglied stellte die Frage: „Ist es erforderlich, dass die Küche direkt in der Kita ist?“ Es sei nicht erforderlich, sagte Michael Comes. Die Küche könne auch außerhalb der Kita sein. Die Idee: Man könne für die Küche und das Mittagessen ein Mensagebäude in der Nähe der Kita errichten.

Möglich sei etwa ein Neubau zwischen der Kita und der Peter-Zirbes-Grundschule, sodass die Grundschule an dem Projekt beteiligt werden könnte. Derzeit speisen die Kinder der Schule und der Kita getrennt. Aber auch in der Grundschule ist langfristig mit mehr Schülern zu rechnen. „Die Kita-Kinder könnten da zu Fuß hinlaufen, und die Grundschulkinder könnten da zu Fuß hinlaufen“, sagt Michael Comes. So könnte man in einer Mensa etwa 200 bis 250 Essen pro Tag ausgeben. Dass das seinen Preis hat, war auch klar. Geschätzte Kosten zwischen einer bis eineinhalb Millionen Euro schwirrten während der Ratssitzung durch den Raum.

Für manches Ratsmitglied war das auch wegen der zu erwartenden Unterhaltskosten zu viel: „Ob das auf Dauer für uns stemmbar ist? Das wird ein teures Essen.“

Wie es konkret weitergeht, ist noch unklar. Der Vorteil an der Beteiligung der Grundschule wäre aber, dass die Verbandsgemeinde als Träger finanziell beteiligt wäre. Dennis Junk, Bürgermeister der VG Wittlich-Land, der auch vor Ort war, gab sich zumindest gesprächsbereit: „Wir unterstützen das Anliegen grundsätzlich sehr. Die Details müsste man im Einzelnen diskutieren.“