Die Kö-Family spielt wieder Theater in Wittlich und Trier

Theater : Der Weihnachtswahnsinn kommt wieder: Kö-Family spielt Theater in Wittlich und Trier

Nach einem Jahr Pause geht die Kö-Family in der Vorweihnachtszeit wieder mit einer Komödie auf die Bühne in Wittlich und Trier. Die Rückkehr kann auch ein Abschied sein.

Die besten Ideen kommen den Köchers am eigenen Esstisch, im Gespräch, wenn ein Wort das andere gibt. Wenn Elmar Köcher zusammen mit den Kindern Tamara und Felix und seiner Frau Claudia Jirka-Köcher im heimischen Hupperath sitzt und über Gott und die Welt diskutiert, entstehen die Ideen für ihre Geschichten, die als Theaterstücke auf den Bühnen landen – im Hotel in Mülheim, im Restaurant in Laufeld, im Altersheim in Schweich oder in Sälen in Trier und Wittlich (siehe Info). „In den vergangenen 13 Monaten haben wir vier Stücke geschrieben“, erzählt Vater Köcher.

Darunter auch der Klassiker der Kö-Family, so ihr Künstlername, schlechthin, denn nach einem Jahr Pause – Nesthäkchen Tamara war für 15 Monate in Paraguay und ist erst vergangene Woche wieder zurückgekehrt – spielt das Quartett wieder ein Weihnachtsstück. Eine schwarze und skurrile Komödie. Es ist die sechste Aufführung im siebten Jahr. Noch ist das Stück – Premiere ist am 30. November im Mergener Hof in Trier (siehe Extra) – aber noch nicht ganz fertig. Völlig normal bei den Köchers. „Wir arbeiten immer die aktuellen Themen kurzfristig ein, zum Beispiel den Brexit oder jetzt die Sache mit Trump.“ Aber auch auf den berühmten allerletzten Drücker kann das Stück noch einmal geändert werden. „Manchmal verändere ich den Dialog noch auf der Bühne“, sagt Felix Köcher. „Souffleuse wäre ein undankbarer Job bei uns“, fügt Elmar Köcher lachend hinzu.

Seit Sommer macht sich die Familie Gedanken über das neue Weihnachtsstück, denn die Köchers müssen wegen Tamaras Auslandsjahr nach einem Jahr Pause bei der Rückkehr auf die Weihnachtsbühne erst einmal aus dem Koma erwachsen. Den „Highway to Heaven“, so der Name des neuen Stücks, verlassen. Was ihnen gelingt, so viel steht schon fest, und so viel sei verraten.

Das Gerüst der Weihnachtsgeschichten ist übrigens autobiografisch: „Meine Frau und ich führen das ganze Jahr über eine glückliche und harmonische Ehe, außer an Weihnachten“, sagt Elmar Köcher. Denn seine Frau sei der totale Weihnachtsfan, während er „das Getüddel und den Kommerz“ nicht mag.

Die Rollen sind nicht nur im Stück, sondern auch in der Vorbereitung darauf bei den Köchers fest verteilt: Sohn Felix ist für Medienarbeit, Bühnenbild und Gags zuständig, Tochter Tamara ist die „musikalische Ulknudel“ (Vater Köcher), die in diesem Jahr mit einer echten paraguayanischen Harfe auftritt, einem von rund 30 Instrumenten, die sie beherrscht, Elmar Köcher führt Regie und Claudia Jirka-Köcher ist die ordnende Hand, die alles organisiert.

Als Felix und Tamara 14 und 17 Jahre alt waren, fing alles an mit den Weihnachtsstücken. Heute sind die Kinder 21 (Tamara) und 23 Jahre (Felix) alt. Wie lange sie noch am elterlichen Esstisch sitzen, ist ungewiss. Für den Fall, dass beide irgendwann mal nicht mehr mit ihren Eltern auf die Bühne wollen oder wegziehen (Elmar Köcher: „Das kann nächstes Jahr schon sein“), hat Vater Köcher bereits einen Plan B in der Tasche. „Wir können uns vorstellen, auch mal politisches Kabarett zu machen“, sagt er. Wir, das sind er und seine Frau Claudia. Keine musikalische Ulknudel, keine Gag-Schreiber mehr. Aber immer noch Ideen. Das ist das Wichtigste.

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