Kommunalwahl: Die Kreistagsliste steht

Kommunalwahl : Die Kreistagsliste steht

Die Freien Wähler im Kreis Bernkastel-Wittlich haben ihre Kandidaten benannt.

In einer Mitglieder- und Delegiertenversammlung hat der Kreisverband Freier Wählergemeinschaften Bernkastel-Wittlich in Hetzerath seine Kandidaten für die Wahl zum Kreistag im Kreis gewählt. „Wir konnten unseren Frauenanteil stabil halten und leicht steigern“, sagt Vorsitzender Norbert Kraff, „aber unser Ziel muss es sein, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen und noch mehr für Frauen in der Kommunalpolitik attraktiv zu sein. Auf Gemeindeebene und den Listen für die Verbandsgemeinden sieht das schon viel besser aus. Besonders stolz sind wir mit Katharina Schröder, einer Jurastudentin, die in Kürze ihr Staatsexamen ablegen wird, eine junge weibliche Kandidatin in unseren Reihen zu haben“. Insgesamt 48 Personen bewerben sich um ein Mandat auf der FWG- Liste (siehe Info).

Die Kandidaten kommen aus allen Regionen des Landkreises, aus der Eifel, von der Mosel und aus dem Hunsrück. Junge und ältere Bewerber; Menschen, die mitten im Leben stehen, Menschen, die wissen, wann und wo es gilt, mitanzupacken; Arbeiter, Selbstständige, Angestellte, Akademiker – sie alle gehören zum personellen Portfolio der FWG.

Einige Themenfelder sind der FWG sehr wichtig. Hierzu zählt unter anderem eine Demografie-Strategie 2030. Hierunter versteht die FWG die Sicherstellung der Grundversorgung auf dem Land, ebenso die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung einschließlich dem Einsatz von Gemeindeschwestern und die Förderung der Mobilität für Kranke und Senioren. Schulen und Bildung liegen der FWG sehr am Herzen.

Es gelte, die digitale Schule von heute und morgen voranzubringen. Die FWG fordert eine Gleichstellung von betreuenden Grundschulen mit den verpflichtenden Ganztagsschulen. Viel lernen erfordere nein gesundes Essen in der Schulverpflegung. Die Gewährleistung hierfür sollte oberste Priorität haben. Die FWG ist für Schulsozialarbeit mit Augenmaß, nicht um ihrer selbst willen, wobei nicht die Kosten an der kommunalen Familie hängen bleiben dürften. Schulsozialarbeit darf nicht weiter nur ein Thema der Jugendhilfe sein (Landkreis), sondern muss als Teil des Schulbetriebes (Land) gesehen werden. Die Kultur auf dem Land wird durch vielfältige Vereine in Musik, Gesang Theater und vieles mehr aufrechterhalten. Um diese Arbeit zu würdigen, zu schätzen und finanziell sicherzustellen, sei es erforderlich, dass der Landtag von Rheinland-Pfalz das schon seit vielen Jahren angekündigte Kulturfördergesetz verabschiede.

Die FWG kritisiert unzumutbare und unnötige Abstufungen von klassifizierten Straßen zu Gemeindestraßen mit der künftigen Lastenverteilung auf die Bewohner, ebenso die Schlaglochalleen im Landkreis und die Verzögerungen bei den Lückenschlüssen A 1und B 50 neu.

Die Übertragung der Abfallentsorgung vom Landkreis auf den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) dürfe nicht zur Verschlechterung führen. Die FWG fordert daher zusätzliche Einrichtungen von ortsnahen Wertstoffhöfen für Grüngut Annahmestellen und Erdaushublagern.

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