1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

„Die Menschen sind sehr diszipliniert“: Gesundheitsministerin in Wittlich

Gesundheit : „Die Leute sind sehr diszipliniert“

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler besucht  Kreisverwaltung und lobt Corona-Krisenmanagement.

 Die Gesundheits- und Ordnungsämter wie  auch viele Freiwillige leisten in der Corona-Krise wichtige Arbeit. Das würdigt die rheinland-pfälzische Gesundheitsministern Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei einem Besuch in der Kreisverwaltung. „Ich habe mit Mitarbeitern in allen 24 Gesundheitsämtern im Land gesprochen,“ sagt Bätzing-Lichtenthäler und lobt das Team um Dr. Christoph Schlichting, das mit Kontakt-Personen-Verfolgung und Covid-19-Tests mit dazu beigetragen habe, die Pandemie einzudämmen. „Die Menschen in Rheinland-Pfalz und in der Region sind sehr diszipliniert, was das Tragen von Masken betrifft, so können wir immer mehr in die Realität zurück,“ sagt die Ministerin. Komme es dennoch zu einem Ausbruch, greife die Kontakt-Personen-Nachverfolgung mit Covid-19-Tests. „Wir machen in Rheinland-Pfalz die anlassbezogene Populationstestung. Tritt zum Beispiel ein Covid-19-Fall in der Kita auf, dann werden alle getestet,“ erklärt sie.   Um dann  die Gesundheitsämter  zu unterstützen,  stelle das Land 750 Bedienstete bereit.   Nach den  Lockerungen in Rheinland-Pfalz gelte es jetzt ganz besonders, die Hygiene-Regeln einzuhalten. Dabei sei Eigenverantwortung entscheidend, betonte Landrat Gregor Eibes. „Ein Beispiel sind die zunehmenden Öffnungen von Sporteinrichtungen. Wir können nicht überall kontrollieren, ob die Hygienepläne eingehalten werden. Wir stellen aber ein großes Maß an Eigenverantwortung bei den Sportlern fest,“ sagt Eibes. 

Wie geht es weiter? Dr. Christoph Schlichting vom Gesundheitsamt erklärt: „Wir sind immer noch in der Containment-Phase, in der das Virus eingedämmt werden soll. Solange wir in der Lage sind, die Kranken aufzufangen und zu behandeln, wird diese Strategie weitergefahren.“ Im Vergleich dazu sei  die Region Grand Est in Frankreich durch einen massiven Ausbruch in die nächste Phase, die „Protection-Phase“ gekommen, in der nur noch die Gefährdeten geschützt werden können. „Da war nur noch zu retten, was zu retten ist. Solange es keine Medikamente und keinen Impfstoff gibt, kommen wir aus der Containment-Phase nicht raus,“ sagt Schlichting.  Bätzing-Lichtenthäler ergänzt, dass das möglich ist, da die Fallzahlen niedrig  und die medzinischen Kapazitäten vorhanden seien.