Die Mosel wird wieder ganz happy

Zum 15. Mal lockt Europas längste Straßensperrung mit großem Programm Radler, Inline-Skater und Wanderer an die Mosel. Ministerpräsident Kurt Beck wird Happy Mosel im Schlosspark in Lieser eröffnen.

Lieser. "Der Kaiser war schon hier, also kommt auch der Ministerpräsident." Mit diesen Worten kommentierte Ulf Hangert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, die Präsenz von Ministerpräsident Kurt Beck bei der Eröffnung von Happy Mosel am Sonntag, 3. Juni, um 10 Uhr im Lieserer Schlosspark. In Wahrheit ist es so, dass Happy Mosel ein fester Termin im Kalender des Ministerpräsidenten ist, denn das Land hat den Radtag vor 15 Jahren mit initiiert.Happy Mosel lockte bislang zwei Millionen Besucher auf die 140 Kilometer lange Strecke zwischen Cochem und Schweich. Mit 120 000 Besuchern rechnet die Mosellandtouristik, die den Raderlebnis-tag organisiert, in diesem Jahr. Wieder wird es ein riesiges Programm geben. Dazu Christiane Heinen, Pressereferentin der Mosellandtouristik: "Happy Mosel ist nicht nur die längste Straßensperrung Europas, die Veranstaltung ist auch das längste Straßenfest Europas." 14 Unterhaltungszonen halten die Gäste bei Laune. Dazu gehören die SWR-Fete in Traben-Trarbach und viele folkloristische Angebote wie die Winzerkapelle in Leiwen. Die kleinen Besucher werden in zwölf Aktionszonen unterhalten. Besonders attraktiv: die Kleintierstreichelzoos in Klüsserath und Pünderich. In letzterem wird pro Stunde ein Schaf geschoren.Neu ist die Wohlfühl-Oase in Cochem. Dort können sich Erschöpfte bei einer Nackenmassage erholen, in Traben-Trarbach werden die Waden massiert. Überall präsent sind Genüsse für den Gaumen wie Mosel-Riesling und moseltypische Gerichte. An der Kelteranlage in Erden werden römische Speisen wie Schichtsalat angeboten. Um die angegessenen Pfunde abzutrainieren, gibt es zahlreiche Schnupperangebote der Sportvereine. Geschicklichkeits-Parcours in Alf und Bernkastel-Kues laden die Radler ein, ihr Können zu testen.Das riesige Programm wäre ohne die zahlreichen Helfer nicht zu stemmen. Beim Strategiegespräch Anfang des Jahres stellte Sabine Winkhaus-Robert, Geschäftsführerin der Mosellandtouristik, fest: "Vieles steht bereits, wir sind ein eingespieltes Team."Unter anderem mit mobilen Radstreifen sind Feuerwehr, Polizei und Deutsches Rotes Kreuz während der Veranstaltung von 9 bis 19 Uhr im Einsatz. Sieben Radservice-Stellen bieten ihre Hilfe an. Die Bahn unterstützt den Erlebnistag mit 26 Sonderzügen zwischen Trier und Koblenz.Bleibt nur noch, auf gutes Wetter zu hoffen. VG-Bürgermeister Hangert ist zuversichtlich. Er meint: "Das Glück ist mit den Tüchtigen."Mehr Infos bei der Mosellandtouristik in Bernkastel-Kues und im Internet: www.happy-mosel.com. Der zweite große Rad-Erlebnistag der Region, Saar-Pedal, findet am 20. Mai zwischen Konz und Merzig statt.