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Die Nationalmannschaft der deutschen Winzer kickt am 6. Juni in Rom gegen das Vatikan-Nationalteam.

Weinwerbung : Papst, wir kommen!

Die Nationalmannschaft der deutschen Winzer kickt am 6. Juni in Rom gegen das Vatikan-Team.

Sie macht seit 2005 nicht nur Weinberge, sondern auch den grünen Rasen unsicher: die Nationalmannschaft der deutschen Winzer, genannt Wein-Elf. Einige Dutzend Weinmacher aus verschiedenen Anbaugebieten spielen seit Jahren gegen diverse Teams, darunter Traditionsmannschaften von Bundesligaclubs, Spitzenköche, den Deutschen Bundestag. Seit Jahren werden im zweijährigen Rhythmus Europameisterschaften ausgespielt. 2014 siegte Deutschland mit dem legendären Ergebnis von 3:2 gegen Ungarn in der Schweiz, 2016 und 2018 war Slowenien jeweils im Endspiel gegen Deutschland erfolgreich.

Weil die Wein-Elf mit Benefizveranstaltungen auch sozial engagiert ist, wurde sie vor zwei Jahren mit einem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt. Der Tenor danach: Jetzt fehlt nur noch der Papst. Der kam schneller als gedacht ins Programm. Denn jetzt steht ein Höhepunkt in der bisherigen Geschichte des Vereins an: Am Donnerstag, 6. Juni, findet unter Flutlicht in Rom ein Spiel gegen die Nationalmannschaft des Vatikans statt. Diese Fußballauswahl gibt es tatsächlich. Sie ist zwar nicht Mitglied von Fifa und Uefa, aber sie läuft gelegentlich zu Freundschaftsspielen auf, meist gegen Monaco. Einmal, im Jahr 2014, war die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach der Gegner. Das Resultat war ein 8:1 gegen die Repräsentanten der Kirche.

Zwei Dinge mögen den Besuch der Wein-Elf begünstigt haben. Das Wort Wein wird in der Bibel fast tausendmal direkt oder indirekt erwähnt. Und hinter Andorra liegt der Vatikan mit 56,2 Liter Rebensaft pro Kopf weltweit im Konsum vor den klassischen Weinländern. Hinzu kommt, dass Papst Franziskus als Fußballfan gilt. Deshalb steht auf dem Programm der rund 50-köpfigen Weinelf-Delegation, angeführt von Präsident Robert Lönarz, Ehrenkapitän Franz Josef Jung und UENFW-Generalsekretärin Erica Fischbach, auch eine Audienz mit der Mannschaft beim Heiligen Vater in Aussicht. Mit dabei ist aus dem Anbaugebiet Mosel Niko Schmitt vom Weingut Claes Schmitt in Trittenheim.