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Die neue Hott ist da – die 76. Ausgabe des Magazins zur Hunsrücker Geschichte und Gegenwart.

Literatur : Entdeckungen in der Hunsrücker Heimat

Die neue Hott ist da – die 76. Ausgabe des Magazins zur Hunsrücker Geschichte und Gegenwart.

Viele haben es geahnt, aber die neu erschienene Hott liefert den Beweis: Der Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz liegt im Hunsrück. Wo genau das ist, können die Leser des halbjährlich erscheinenden Magazins zur Hunsrücker Geschichte und Gegenwart ab sofort erfahren, Heft Nummer 76 ist erschienen. Das Magazin wird von der Ortsgruppe Morbach im Hunsrückverein und der Gemeinde Morbach herausgebracht. Allerdings geht der „Horizont“ der Artikel weit über Morbach hinaus. So erscheint erstmals ein „Dorfporträt“ aus dem „Kirchspiel Kleinich“: Das kleine Emmeroth hat zwar „nur“ 50 Einwohner, aber Autor Guido Stoffel versteht es, sein 1378 erstmals erwähntes Heimatdorf als etwas ganz Besonderes darzustellen.

Traditionen wie das Fastnachtsingen, die „Osterbahn“ oder die alljährliche „Pfingstkrone“ aus bunten Eiern werden dort noch eifrig gepflegt.

Auch das „Betriebsporträt“ schaut über Morbach hinaus. Brigitte Klein war in Hungenroth bei Emmelshausen und besuchte die Strickerei Halfen, deren neuestes Produkt Bekleidung aus gewalkten Wollstoffen ist.

Sammeltassen sind eines der Steckenpferde von Rita Schäfer aus Morbach-Hoxel, von denen ein besonders hübsches Exemplar die Frontseite des Heftes ziert.

Ein wichtiges Thema der Hott sind immer Natur und Landschaft im Hunsrück, und so erzählen Brunhilde Gorges und Pater Bernardo von ihren Erlebnissen und Beobachtungen auf verschlungenen Pfaden bei Thranenweiher oder bei Hinzerath.

Den „Fragen nach dem Leben“ stellt sich Frau Ingrid Hilgenfeld unter dem Stichwort „Meine Kirchengemeinde ist meine Heimat“.

Irmgard Rothe, die 2016 verstorbene Witwe des Bildhauers Klaus Rothe, hat nach dem Zweiten Weltkrieg in der Evangelischen Kirchengemeinde Morbach eine neue Heimat gefunden. Unter der Überschrift „Auf der Suche nach einer neuen Heimat“ erscheint ein erster Auszug aus ihren Erinnerungen. Ihre Schilderung der Flucht aus Niederschlesien ist ein ergreifendes Dokument der drei letzten Kriegsmonate.

Aus Anlass des 50. Todestages von Stefan Andres (29. Juni 1970) stellt Elmar Ittenbach den 1947 erschienen deutsch-französischen Friedensroman „Die Hochzeit der Feinde“ als aktuellen Lese-Tipp vor. Passend zur Weihnachtszeit gibt es eine Doppelseite mit Fotos (Elmar Ittenbach) der Kirchenkrippe von Morbach-Hunolstein, die der bekannte Morbacher Bildhauer Rudolf Höfle um 1948 schuf.

Für drei Euro ist das Heft in den bekannten Verkaufsstellen in Morbach, Thalfang und Hermeskeil erhältlich.