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Die Porta Nigra im Portemonnaie

FOTO: Markus Philipps (phi) ("TV-Upload Philipps"
Trier. Trier (phi) Seit zwei Wochen sind die neuen deutschen Zwei-Euro-Gedenkmünzen des Landes Rheinland-Pfalz mit einer Abbildung der Trierer Porta Nigra im Umlauf. Das in einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren geprägte Geldstück wird bei den Banken momentan stark nachgefragt und erfreut sich einer großen Beliebtheit - insbesondere bei den Münzsammlern in der Region (Foto unten, TV-Fotos (2): Markus Philipps).

Was heute kaum noch bekannt ist: Bereits vor einem knappen Jahrhundert hatten viele Trierer Bürger eine ähnliche Münze mit Porta Nigra-Motiv im Portemonnaie. Denn im Jahre 1919 gab die Römerstadt einen eisernen "Notgroschen" (Foto oben) zehn Pfennig heraus, der auf seiner Bildseite eine Abbildung des historischen Wahrzeichens Triers zeigt. Wie kam es dazu? In den Notjahren während beziehungsweise nach dem Ersten Weltkrieg bewirkten der hohe Metallbedarf der Kriegsindustrie sowie das Horten silberhaltiger Münzen einen Mangel an Kleingeld. Zur Behebung dieses Problems gaben deutsche Städte, Gemeinden sowie Landkreise eigene offizielle Münz- und Papiergeld-Ausgaben heraus. Diese entwickelten sich wie in der heutigen Zeit zu beliebten und begehrten Sammlerstücken.

FOTO: Markus Philipps (phi) ("TV-Upload Philipps"