Die Pracht gefällt nicht jedem

Weihnachten beginnt jedes Jahr früher. Im Vorzeige-Betrieb "Bernkast`ler Fenster", einem Zusammenschluss von 14 Betrieben, begann das Fest in diesem Jahr sogar bereits im Oktober.

Bernkastel-Kues. (cb) Dass die Geschäfte teilweise schon seit Ende September bereits mit Lebkuchen, Stollen, Weihnachtsmännern und Plätzchen bestückt sind, ist nichts Neues mehr. Viele Leute regen sich darüber auf. Doch es ändert sich nichts.Derzeit werden Städte, Gemeinden und Geschäfte mit weihnachtlichem Schmuck und Beleuchtung ausgestattet. Meist wird aber doch bis zum Beginn der Weihnachtsmärkte oder des ersten Advents mit der Inbetriebnahme gewartet.

Anders im "Bernkast`ler Fenster" am Bärenbrunnen in Bernkastel-Kues. Dort entfalten bereits seit Ende Oktober zwei geschmückte Tannenbäume ihre Pracht. In dem Geschäft, auch kleinstes Kaufhaus der Welt genannt, haben sich 14 Betriebe unterschiedlicher Art zusammengeschlossen. Es gilt als eine Art Vorzeige-Objekt. So ist es im laufenden Jahr ein Bestandteil der bundesweiten Aktion "365 Orte im Land der Ideen". Doch die frühe Präsentation der Weihnachtsbäume ist einigen Leuten ein Graus, was sie auch mit Anrufen beim TV kundtaten. "Da dauert Weihnachten zwei Monate. Da geht doch der Sinn des Festes verloren", hieß es da unter anderem.

Die frühweihnachtliche Dekoration gehe auf einen einstimmigen Beschluss der 14 Betriebe zurück, erläutert Sandra Heckenberger von der Entwicklungsagentur Bernkastel-Kues. Die Entwicklungsagentur betreut das "Bernkast`ler Fenster". Spätestens Ende nächster Woche wird allerdings niemand mehr über dieses Thema sprechen, denn am 24. November beginnt in der Stadt der Weihnachtsmarkt. Und dann ist die gesamte Altstadt in weihnachtliches Flair gehüllt.