Die Sanierung der Zufahrt zum Schul- und Sportzentrum in Bernkastel-Kues ist abgeschlossen.

Verkehr : Mehr Sicherheit für 2500 Schüler

Die Zufahrt zum Schul- und Sportzentrum in Bernkastel-Kues ist acht Monate lang saniert worden. Wichtigster Baustein: Es gibt nun eine klare Abgrenzung zwischen Straße und Gehweg.

Stadtbürgermeister Wolfgang Port spricht von drei bis vier Jahren konkreter Planung. Burkhard Born von der Kreisverwaltung, schüttelt den Kopf. „Es sind sieben bis acht Jahre.“  Ein wichtiges Thema ist die Zufahrt zum Schul- und Sportzentrum aber schon viel länger. „Die Diskussion läuft schon seit Jahrzehnten“, sagt Alfred Schmitt, der Rektor des Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums. „Generationen von Lehrern und Eltern haben sich bereits Gedanken gemacht“, erinnert sich Stadtbürgermeister Port. Die Diskussion ist beendet. Das Ergebnis ist sichtbar und soll vor allem der Sicherheit der Schüler dienen.

Das sind, so Thorsten Meier, Rektor der Realschule plus pro Werktag bis zu 2500. Neben Gymnasium und Realschule werden auch die Burg-Landshut-Schule und die Berufsbildende Schule zumindest zu Fuß über den Peter-Kremer-Weg angebunden, der mit dem Busparkplatz einen weiteren zentralen Ort hat. Morgens und mittags wälzt sich ein Strom von Schülern von dort zu den Schulen und zurück.

Den vorherigen Zustand des Gehweges beschreibt Gymasiastin Carina Pütz so. „Es war nicht erkennbar, ob es Gehweg oder Parkfläche war, denn es gab keine Abgrenzung.“ „Durch das Geländer ist das jetzt geregelt“, ergänzt Niko Mehn, wie Carina Pütz Vertreter der Schülermitverantwortung.

Vor der baulichen Änderung verschmolzen die über die Fahrbahn wechselnden Schüler geradezu mit Autos. Dass nichts Schlimmes passiert ist, liegt wohl vor allem daran, dass Fahrer und Fußgänger um die Gefahr wussten.

„Der Zustand war untragbar“, gesteht Stadtbürgermeister Port. Man habe Fotos und kleine Filme gemacht, sie aber aus gutem Grund nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch Bianca Waters, Mitarbeiterin der Stadt, erinnert sich an lange Diskussionen. Das sei in der Zeit gewesen, als sie Vorsitzende des Schulelternbeirats des Gymnasiums gewesen sei.

Die größte bauliche Veränderung: Der Gehweg, auf dem auch Radfahrer unterwegs sein dürfen, ist jetzt vier Meter breit und durch ein mehr als ein Meter hohes Geländer von der Straße getrennt. Natürlich ist auch der Straßenbelag erneuert worden.

Im Zuge der Arbeiten wurden auch die als Schulräume genutzten so genannten Baracken an der früheren Hauptschule abgerissen. Dort sind zusätzliche Parkplätze entstanden. Insgesamt so Jürgen Jakobs, Architekturbüro Jakobs-Fuchs (Morbach) , und Burkhard Born stehen im Schul- und Sportzentrum jetzt etwa 220 Parkplätze zur Verfügung.

Die Polizei ist natürlich auch im Spiel „Es ist uns noch nichts Negatives aufgefallen. Die Verkehrssituation stellt sich jetzt besser dar“, berichtet Stefan Koch von der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues. Die Gemengelage in dem Bereich ist nicht einfach. Die Straße gehört zur Stadt, der Busparkplatz und die Sportanlagen der Verbandsgemeinde, die Schulen dem Kreis. Außerdem besitzt die Cusanus-Gesellschaft dort Flächen, die für den Gehweg benötigt wurden. Die Zusammenarbeit sei sehr gut gewesen, erinnern sich diejenigen, die gekommen sind, um nach achtmonatiger Bauzeit symbolisch ein rotes Band zu durchschneiden.

Alfred Schmitt bedankt sich auch im Namen der Kollegen der anderen Schule dafür, dass auch den Belangen der Schulen und der Eltern Gehör geschenkt worden sei. „Jetzt herrscht ganz große Zufriedenheit“, sagt er. Die Kosten beziffert Stadtbürgermeister Port auf 650 000 bis 700  000 Euro. Den Großteil trägt die Stadt über die wiederkehrenden Beiträge der Bürger.

Weil vor allem die Schüler von der neu konzipierten Zufahrt profitieren sollen, wird Carina Pütz, Anna Christen, Niko Mehn und Robert Engel die Aufgabe zuteil, das rote Band durchzuschneiden. Die anderen Teilnehmer der kleinen Feierstunde haben dabei nur eine Nebenrolle. Dafür nehmen Schüler und Lehrer einen Auftrag mit zurück. „Wir müssen das jetzt auch umsetzen“, sagt Alfred Schmitt und meint: „Wir müssen auf die Schüler und Mitschüler einwirken, dass sie sich auch auf dem Gehweg bewegen.“