Glaube im Alltag : Die schönste Freude

Eine Frau bittet ihren Mann, auf ihren Sarg ein kleines Löffelchen statt eines Kreuzes zu legen. Verdutzt fragt der Mann nach dem Grund. „Ja“, meint sie, „ immer wenn bei einem Essen ein kleines Löffelchen gedeckt ist, besteht die Hoffnung, dass noch etwas danach kommt!

“ Ein Löffelchen: Ausdruck von Hoffnung und Vor-Freude!

Der dritte Adventssonntag trägt den Namen Gaudete – Freuet euch! Der längere Teil der Adventszeit liegt schon hinter uns, das große Fest der Weihnacht ist nahe. Dies ist eine Zeit der Vor-Freude. Wir bereiten uns auf unterschiedliche Weisen auf Weihnachten vor. Bereits die Vorbereitungen können Ausdruck der Weihnachtsfreude sein.

Damit dies so ist, bedarf es Momenten der Muße, der Ruhe und Besinnung. Sich hektischer Betriebsamkeit in diesen Tagen zu entziehen, kann zu Entschleunigung beitragen.

Dann kann die Auswahl von Geschenken, die Vorüberlegungen für die Mahlzeiten, das Schmücken der Wohnung, das Planen von Besuchen in der Familie und mit Freunden oder das Schreiben von Briefen aus Vor-Freude und in Ruhe geschehen. Auch der eigentliche Grund des Weihnachtsfestes kommt so ins Spiel.

Es ist doch sehr erstaunlich, dass in unserer säkularisierten Welt dieses christliche Fest eine so überragende Bedeutung hat. Ich deute dies als ein klares Zeichen der Sehnsucht nach Frieden, Geborgenheit, Gerechtigkeit und Liebe. Diese Sehnsucht, so glauben Christen, hat in der Geburt Jesu sich schon ein Stück erfüllt. Gott ist so verliebt in uns, dass er selbst Mensch geworden ist.

Das feiern Christen an Weihnachten, daraus erwächst unsere Hoffnung auf ein glückendes Leben, das über den Tod hinaus gültig bleibt. Auf dem Weg zu diesem Fest erfüllt uns die Weihnachtsbotschaft mit Vor-Freude. Lassen wir uns von dieser Vor-Freude anstecken!