Die Spaziergänger freuen sich

LIESER. Alois Michels, Hermann Offer, Paul Knop und Peter Meurer engagieren sich für ihren Heimatort Lieser. Sie haben die Patenschaft für die Bänke am Moselufer übernommen.

Bänke entlang der Rad- und Spazierwege gehören an der Mosel zum guten Ton. Alleine 31 von diesen Sitzgelegenheiten stehen in Lieser. Ihr Zustand ließ aber zu wünschen übrig. Das in schöner Regelmäßigkeit kommende Hochwasser setzt der Gemeinde nach dem Bau des Schutzdammes kaum noch zu, die Bänke sind aber weiterhin schutzlos. "Ich habe gesehen, dass sie in einem schlechten Zustand waren", sagt Alois Michels. Er reagierte und fragte bei einigen Nachbarn an, ob sie bereit wären, die Sitzgelegenheiten wieder auf Vordermann zu bringen. Die Rentnerkollegen Hermann Offer, Paul Knop und Peter Meurer zogen spontan mit, bauten die Bänke ab und brachte sie in die alte Remise von Schloss Lieser. Der Abbau der Bänke sei nicht einfach gewesen, weil sie jahrelang draußen gestanden hatten, erläutert Alois Michels. Das Quartett ging dann in der Remise an die Arbeit. Die Bänke wurden abgehobelt, geschliffen und dreimal gestrichen. 30 Liter Farbe wurden verbraucht. Anschließend wurden sie mit neuen Hammerkopf-Schrauben versehen. "Damit können sie mit wenig Aufwand ab- und anmontiert werden", erläutert Michels. Das Material (Farbe, Schrauben) stellte die Gemeinde zur Verfügung. Anschließend wurden die Bänke wieder an ihre angestammten Plätze an der Mosel gebracht. Dem Quartett hat die Arbeit offensichtlich Spaß gemacht: Es hat beschlossen, die Patenschaft über die Bänke zu übernehmen, sie vor dem Winter abzumontieren, sie zu pflegen und im Frühjahr wieder anzubringen. Wenn es nach Alois Michels geht, sollen vor den Bänken auch kleine Platten verlegt werden, damit die Spaziergänger, die sich setzen wollen, bei Nässe nicht in den Matsch treten müssen.