Die Sprache fördern

Im Jugendraum Bombogen fand ein Vortragsabend mit anschließender Diskussion zum Thema "Deutsche Russen- russische Deutsche" statt. Sowohl Deutsche als auch Russlanddeutsche nahmen daran teil.

Wittlich-Bombogen. Palina Fantes, die Leiterin des Jugendraumes in Bombogen, war zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Ungefähr 20 Personen hatten sich im Jugendraum Bombogen eingefunden, um den Vortrag zum Thema Geschichte, Kultur und Integration von Russlanddeutschen zu hören und anschließend darüber zu diskutieren. Die Gäste waren zum Teil selbst Russlanddeutsche zum Teil Deutsche und auch jugendliche Russlanddeutsche waren gekommen.Zunächst gab Palina Fantes einen Überblick über die Geschichte der Russlanddeutschen, sprach über deren Sozialisation, Normen, Werte, den Alltag in ihrem Herkunftsland und in Deutschland sowie der Freizeitgestaltung und der politischen Beteiligung in Russland und später in der Bundesrepublik. Dann informierte sie über die momentanen Integrationshilfen.In der anschließenden Diskussion wurde darüber nachgedacht, warum so viele Russlanddeutsche unter sich bleiben. Viele der Zuhörer machten mangelnde Sprachkenntnisse dafür verantwortlich. Verwandschaft lässt keine Zeit für Vereine

Nachbarschaftliche Beziehungen würden sehr wohl bestehen, aber in Vereinen sein selten Russlanddeutsche zu sehen. Ursachen könnten die intensiven verwandtschaftlichen Beziehungen untereinander sein, die keine Zeit für Vereinstätigkeiten ließen oder auch innere Hemmungen. Fantes schlug vor, gemischte Gruppen zu organisieren, Unterstützung in russischer Sprache zu geben, Deutsch zu fördern und eine schnelle Aufnahme von Beruf oder Ausbildung, um die Integration zu erleichtern.Am Freitag 22. Januar, 19 Uhr findet eine Veranstaltung zum Thema Aids im Jugendraum Bombogen statt.

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