Die Uhr am Cusanusstift in Bernkastel-Kues tickt wieder

Die Uhr am Cusanusstift in Bernkastel-Kues tickt wieder

Nach umfangreichen Restaurationen feiert Weihbischof Leo Schwarz den Festgottesdienst zur Eröffnung der Cusanus-Kapelle.

Nach 70 Jahren Stillstand tickt die Uhr über dem Eingang zum Cusanusstift wieder. Innerhalb der vergangenen Jahre wurde viel in die Kirche investiert wie Leo Hofmann, Direktor des Cusanusstiftes, erläutert.
Fenster wurden restauriert, der Innenhof neu gestaltet, der Brandschutz erneuert, ein zweiter Ausgang wurde angelegt. All diese Maßnahmen haben in den vergangenen Jahren rund 1,8 Millionen Euro gekostet. Allein die 22 historischen Fenster wurden für jeweils 7000 Euro von einer Würzburger Spezialfirma überarbeitet und restauriert.
Zudem mussten die 18 Stützpfeiler der Kapelle erneuert werden. Auch die Barrierefreiheit wurde bei der Restaurierung berücksichtigt. Eine besondere Neuerung gibt es in den Zimmern im Altenheim. Dort können bettlägerige Menschen ab dem Wochenende regelmäßig die Messe in der Kapelle per Video mitverfolgen.
Der historische Kreuzgang und die Kapelle des Stiftes gelten als Höhepunkte der über 500 Jahre alten Anlage, die Cusanus am 3. Dezember 1458 als Armenhospital und Altenheim gegründet hat. Das wird am kommenden Samstag, 22. Juli, mit einem Kirchweihfest gefeiert. Weihbischof Leo Schwarz wird um 16 Uhr ein Pontifikalamt zelebrieren, unter Assistenz von Rektor Leo Hofmann.
Zur Einstimmung auf den Gottesdienst spielt das "Ensemble Intermezzo" ab 15.30 Uhr in der Kapelle. Die Mitwirkenden sind: Adrian Caspari (Orgel), Michael Klink (Horn), Barbara Görgen-Mahler (Oboe) und Tabea Mahler (Mezzo-Sopran). Zur Aufführung gelangen Werke von Jaques Féréol Mazas, Josef Gabriel Rheinberger und Adolphe Adam. Das Ensemble wird auch den Festgottesdienst musikalisch gestalten und bringt die "Messe brève" von Leo Delibes zu Gehör. Nach dem Gottesdienst wird Weihbischof Leo Schwarz den restaurierten Kreuzgang mit den 22 Fenstern und dem restaurierten Innenhof einsegnen.
Leo Schwarz empfing nach dem Studium 1960 die Priesterweihe und war in verschiedenen Bistümern tätig. Von 1976 bis 1982 war er Hauptgeschäftsführer des bischöflichen Hilfswerkes Misereor. 1982 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof der Diözese Trier.
Als Weihbischof baute er auch das bischöfliche Hilfswerk Renovabis mit auf und war zehn Jahre lang Vorsitzender der deutschen Kommission der kirchlichen Friedensorganisation "Justitia et Pax".
Seit 2005 ist er Präsident der Europäischen Kommission "Justitia et Pax" bis zum heutigen Tag.

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