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Die unbeschwerte Leichtigkeit siegt

Die unbeschwerte Leichtigkeit siegt

TRABEN-TRARBACH. 3:1 am Samstagabend im "kleinen Finale" für Deutschland. Es war ein Sieg der Leidenschaft und des Optimismus. Die vierwöchige unbeschwerte Deutschland-Party fand am Wochenende ihren Höhepunkt. Und auch in Traben-Trarbach wurde beim Moselwein-Festival fröhlich gefeiert. Fußball, Wein und gute Laune, das passt bestens zusammen.

Die hübschen jungen Damen und die beiden ebenso ansehnlichen sportlichen Jungs der KVTT-Showtanzgruppe "Passion" sind immer für eine Überraschung gut. Ihr Auftritt gehört zweifellos zu einem der Höhepunkte der Moselwein-Festivals in Traben-Trarbach. Am Freitag- und Samstagabend tanzten sie mit südamerikanischen Temperament Fußball. Argentinien, dass sich mit unseren Kickern im Viertelfinale einen so großen Kampf geliefert hatte, war plötzlich wieder da. "Olé, olé olé", riefen sich die Tänzerinnen und die beiden Tänzer in ihren blau-weißen Trikots zu. "Olé, olé, olé", hieß es dann kurze Zeit später, als das Spiel der Deutschen gegen Portugal auf der Großbildleinwand übertragen wurde. "Schweini" tanzte zum Entzücken der Fans Tango. Die Choreographie des Moselwein-Festivals hätte besser nicht sein können. Wohlweislich hatten nämlich die Organisatoren das Höhenfeuerwerk auf den Freitagabend verlegt. So war der Samstagabend frei für Klinsmann, Poldolski & Co. Bereits zum 14. Mal feierte Traben-Trarbach - diesmal bei idealem Wetter - das Moselwein-Festival. Es ist nicht ein Fest, das mit ein, zwei Glanzpunkten das Massenpublikum lockt. Das Fest lebt von der Vielfalt, von der lockeren Atmosphäre, von den vielen kleinen und feinen Ständen, die im Freien dazu einladen, sich zu unterhalten, dazu ein leckeres Häppchen zu sich zu nehmen, bei diesem oder jenem Winzer ein Glas Sekt oder Wein zu verkosten und ganz entspannt den Bands zuzuhören. Am Freitagabend hatten auf der Bühne "The Wild Bobbin' Baboons" ihren großen Auftritt. Mit Schmalztolle und Rock 'n' Roll-Fieber ließen sie die wilden Fünfziger wieder lebendig werden - eine tolle Show mit perfekt vorgetragenen Musikstücken aus den 50er- Jahren wie "Ramala-Ding-Dong", "Blue Suede Shoes" oder "Peggy Sue". Bigband-Musik aus Holland, leise Gitarrenmusik aus Spanien, Rock und Pop, Dixie und Jazz, Samba und Klassik: Es ist diese Mischung, die das Moselwein-Festival so attraktiv macht. Hinzu kommen kulinarische Genüsse aus mehreren europäischen Ländern. Nicht umsonst lautet das Motto "Europa à la carte". Frauke Näher, die als kommissarische Leiterin der Tourist-Information Traben-Trarbach das Fest erstmals maßgeblich organisiert hatte, freute sich über den bislang reibungslosen und erfolgreichen Verlauf. "Das ist doch verdammt viel Arbeit, bis alles steht, und wenn es dann endlich läuft, muss man dennoch ständig improvisieren", meinte sie. Heute, am Festmontag, geht es weiter mit dem traditionellen Bürgerfrühschoppen. Der Musikverein Traben-Trarbach unterhält mit flotten Stücke aus seinem großen Repertoire. Weil in der Vergangenheit nur wenige Traben-Trarbacher Firmen ihre Mitarbeiter zum Frühschoppen eingeladen hatten, gibt es in diesem Jahr erstmals ab 16 Uhr eine "After-Work-Party". Frauke Näher schreibt dazu im Programmheft: "Blaumann, Business oder Bau - hier gibt es keine Kleiderordnung. Zur After-Work-Party sind alle Betriebe eingeladen, einen Feierabend der etwas anderen Art zu genießen."