Die Vielfalt der Natur an mehr als 30 Ständen

Weiperath · Wer wissen will, welche Tomatensorten es außer den üblichen gibt, der ist bei der Messe Querbeet richtig. Freunde des naturnahen An- und Ausbaus werden auch bei vielen anderen Anbietern auf ihre Kosten kommen. Vorträge informieren die Besucher über alte, seltene Pflanzensorten oder Initiativen von Gartenbauvereinen.

Was für eine Vielfalt! Tomaten müssen nicht nur rund und rot sein. TV-Foto:/Archiv: Christoph Strouvelle

Weiperath. Saatgut, leckere Aufstriche, Bio-Topfkräuter: Die Hunsrücker Vielfaltsmesse 2014 Querbeet bietet am Sonntag, 17. August, von 11 bis 18 Uhr wieder eine große Auswahl an Lebensmitteln, Gartenpflanzen und Kunsthandwerk. Rund um das Hunsrücker Holzmuseum in Weiperath werden dann bei der dritten Auflage der Querbeet mehr als 30 Standbetreiber ihre Waren zeigen.
Ein Augenschmaus und Vorzeigestand der Querbeet wird wieder die Tomatenvielfalt sein, die Melanie Grabner zeigt: Mehr als 150 Tomatensorten hatte sie in den vergangenen Jahren dabei.
In diesem Jahr sind gleich mehrere Honig-Produzenten vertreten. Der Kleinicher Guido Stoffel zeigt nicht nur fair gehandelte Wollprodukte der südamerikanischen Alpakas, sondern wird voraussichtlich auch einige Tiere dabei haben. Zudem zeigen Anbieter, die erstmals auf der Querbeet vertreten sind, Holzskulpturen, Kräutersalze und Chutneys, Sukkulenten und Gemüsesorten aus dem eigenen Garten. Eine Reihe einstündiger Vorträge begleitet das Angebot der Standbetreiber. Da geht es unter anderem darum, wie Nutzpflanzen das Leben bereichern, über nachhaltiges Gärtnern und wie man Wildkräuter findet und nutzt.
Initiatoren der Querbeet sind Sabine Lütt und Matthias Kunz von der Regenbogenschmiede in Hunolstein, die die Messe in Kooperation mit dem Holzmuseum organisieren. Sie befassen sich bereits seit mehreren Jahren mit Sorten, die man noch in zahlreichen alten Bauerngärten findet und die dort die Zeit überdauert haben. "Wir wollen wieder ein Bewusstsein für die Vielfalt der Natur schaffen", sagt Lütt.
Impulse für die Arbeit


Im Vorjahr hatte Annette Fehrholz, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Bengel, erstmals die Querbeet besucht. Heute setzen die Eindrücke, die sie damals gesammelt hat, Impulse für die Arbeit des Vereins. "Wir müssen naturnahes Gärtnern stärker im Bewusstsein der Menschen verankern", sagt sie.
Das Kulturgut der alten Sämereien dürfe nicht verloren gehen. Das Saatgut, das man in Geschäften für die Aussaat im eigenen Garten erhalte, ergebe häufig nur einjährige Pflanzen, während es sich bei den alten Sorten um samenfeste Exemplare handelt. Das bedeute: Aus diesen Sorten könne man wieder Samen gewinnen, die die Gärtner für das kommende Jahr nutzen können.
Extra

11 Uhr Vielfaltssaatgut; 12 Uhr: Wie die Vielfalt von Nutzpflanzen unser Leben bereichert; 13 Uhr: der Obst- und Gartenbauverein Bengel und seine Initiativen; 13 bis 14 Uhr: Kräuterrundgang; 14 Uhr: Initiativen für die Energiewende; 15 Uhr: Quellbiotope Dhron und kleine Dhron; 15 Uhr: Zeitgemäße Ernährung mit Urdinkel und gesunden Fetten; 16 Uhr: Visionen für eine Zukunft in Einklang mit der Mitwelt; 17 Uhr Film: Die Ökonomie des Glücks. Während des Tages Live-Musik in den Museumshöfen. cst