Die Vitelliusbad-Sanierung in Wittlich wird neu diskutiert

Kostenpflichtiger Inhalt: Wegen neuer Vorgaben : Die Sanierung des Vitelliusbads wird neu diskutiert

Das Vitelliusbad steht auf Platz eins der Sportanlagen-Förderung des Kreises für 2020. Bereits mehrfach war die Sanierung des Bads auf der Prioritätenliste. Heute steht das Projekt erneut auf der Tagesordnung im Wittlicher Bauausschuss.

Der Kreis fördert jährlich den Bau oder die Sanierung von Sportstätten im Rahmen des Goldenen Plans. In seiner zurückliegenden Sitzung hat der Kreisausschuss die Prioritätenliste für 2020 beschlossen, die der Jugendhilfeausschuss zuvor empfohlen hatte. Erneut auf Platz eins: die Generalsanierung des Wittlicher Vitelliusbads, das, so die Pläne, zu einem Kombibad mit Cabriodach umgebaut werden sollte.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Projekt auf Rang eins steht. Bereits in den Jahren 2017 bis 2019 war die Sanierung des Vitelliusbads ganz vorn. Da aber, so die Sitzungsvorlage, „die Planunterlagen nicht fristgerecht vorgelegt werden konnten, wurde die Maßnahme bisher nicht berücksichtigt“.  Veranschlagt sind derzeit für die Generalsanierung des Bads (siehe Info) knapp 21 Millionen Euro. Da derzeit aber die Realisierung der Pläne und der Bau eines Kombibads fraglich sind, könnten die Kosten höher werden.

Anfang Oktober hatte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz einer Wittlicher Delegation um Bürgermeister Rodenkirch mitgeteilt, dass eine Förderung des Landes nicht mehr an eine Reduzierung der Wasserfläche gekoppelt sei – unter anderem ein Grund, warum in Wittlich die Zahl der 50-Meter-Bahnen im Freibad geopfert werden sollten. Die Wahl der geeigneten Planungsvariante soll nur nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen.

Eine Nachfrage bei der Stadt Wittlich zum aktuellen Stand der Planung hat folgendes ergeben. „Das Land macht die Verringerung der Wasserflächen nur dann nicht mehr zur Bedingung, wenn die Sanierung/der Neubau des Vitelliusbades unter Beibehaltung des Freibades wirtschaftlich darstellbar ist. Unter neuen Vorzeichen wird nun eine Alternativplanung des Hallenbadneubaus unter Beibehaltung des Freibades in der jetzigen Form in Auftrag gegeben.

Damit eine möglichst genaue Kostenschätzung einer alternativen Planung erfolgen kann, ist zuvor jedoch eine Untersuchung der vorhandenen Freibadinfrastruktur zwingend erforderlich. Diese Untersuchung soll zeitnah erfolgen“, teilt Stadtpressesprecher Rainer Stöckicht auf TV-Anfrage mit. Die weitere Vorgehensweise erfolge in enger Abstimmung mit dem Innenministerium und dem Rechnungshof Rheinland-Pfalz, mit dem die Stadt inzwischen Kontakt aufgenommen habe.Wie Bürgermeister Joachim Rodenkirch mitteilte, soll das Projekt in den zuständigen städtischen Gremien und anschließend mit der Öffentlichkeit erneut diskutiert werden.

An diesem Dienstag, 3. Dezember, steht der Neubau des Vitelliusbads und die Erstellung einer alternativen Planung bereits auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses. Beginn ist um 18 Uhr im Stadthaus.

Mehr von Volksfreund