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Digitales Neujahrstreffen der Grünen im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Lokalpolitik : Digitales Neujahrstreffen der Grünen im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Beim digitalen Neujahrstreffen der Grünen im Landkreis schwört Spitzenkandidatin Anne Spiegel die Parteimitglieder auf den bevorstehenden Wahlkampf ein.

Neujahrsempfänge haben bei der Partei Bündnis 90/Die Grünen Tradition. Doch sind diesen Treffen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr Grenzen gesetzt, so dass der Kreisverband Bernkastel-Wittlich einen digitalen Neujahrsempfang organisiert hat. Etwa 50 Interessenten haben sich angemeldet, heißt es aus dem Büro der Landtagsabgeordneten Jutta Blatzheim-­Roegler, etwa 40 haben sich zum digitalen Treffen am Samstag, 16. Januar, ab 14 Uhr zugeschaltet. In den 90 Minuten des Neujahrstreffens nehmen die Reden einen großen Raum ein, unter anderem von den beiden Direktkandidaten für die bevorstehende Landtagswahl, Marc Wolfgramm für den Wahlkreis 22, zu dem Wittlich gehört, und Jutta Blatzheim­-Roegler für den Wahlkreis 23 mit der VG Bernkastel-Kues, der Gemeinde Morbach und der VG Thalfang. Wolfgramm appelliert, in Zeiten des Misstrauens gegenüber der Politik wieder Vertrauen unter der Bevölkerung zu schaffen, Blatzheim­-Roegler spricht über junge Leute, die vermehrt aufs Land ziehen. „Das eröffnet uns neue Perspektiven“, sagt sie. Doch im Mittelpunkt des digitalen Treffens steht die Rede von Anne Spiegel, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, die die Partei auf die bevorstehende Landtagswahl einschwört.

Die Ministerin für Familie widmet in ihrem kämpferischen Vortrag den grünen Schwerpunktthemen wie Lösungen für die Klimakrise. Die Erzeugung elektrischer Energie aus Windkraft soll sich verdoppeln, die aus der Photovoltaik gar verdreifachen. In Rheinland-Pfalz gebe es 1,5 Millionen Wohngebäude, aber nur 100000 Photovoltaikanlagen.  „Das zeigt, wieviel Luft nach oben ist“, sagt Spiegel. Beim Thema Mobilität spricht sie gar von einer Revolution, um mit Hilfe von E-Mobilität und Wasserstoff vom Verbrennungsmotor wegzukommen. Dazu streift sie Themen wie Hilfen für Solo­selbständige und Künstler, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, den Ausbau der Ganztagsschulen mit „gutem“ Mittagessen aus regionalem und biologischem Anbau und regt aufgrund der sozialen Gerechtigkeit ein Ausleihsystem für Tablets und Laptops für Schulkinder an.