Diskussion über Windkraft und Brandschutz

Diskussion über Windkraft und Brandschutz

Welche Gebiete in der Verbandsgemeinde Thalfang sind für Windräder geeignet? Mögliche Flächen werden heute Abend im Verbandsgemeinderat Thalfang vorgestellt. Das Projekt stehe jedoch erst am Anfang, sagt Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo.

Thalfang. 16 Windräder drehen sich derzeit in der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang auf dem Gebiet der Orte Berglicht, Breit, Büdlich, Heidenburg und Talling. In Zukunft sollen weitere hinzukommen - wo sie sich drehen sollen, stand bislang allerdings nicht fest.
Mit der Suche nach den besten Standorten für die Riesenrotoren und Photovoltaikanlagen hatte die VG ein Planungsbüro beauftragt. Dieses hat nun erste geeignete Flächen herausgearbeitet - anhand von Ausschlusskriterien wie Schutzgebieten und Mindestabständen zu Siedlungen sowie Gutachten zum Landschaftsbild und Artenschutz. Diese werden dem VG-Rat heute in öffentlicher Sitzung vorgestellt. "Der Prozess steht jedoch noch am Anfang", sagt Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo.
Das Thema Windkraft wird die Mitglieder zudem in einem zweiten Tagesordnungspunkt beschäftigen: Denn die VG ist auch vom überarbeiteten Entwurf des Landesentwicklungsprogramms (Lep) IV betroffen. Teile der Ortsgemeinden Büdlich, Heidenburg und Horath fallen demnach unter die historische Kulturlandschaft des Moseltals. Dort schließt der neue Entwurf Windräder aus.
Abgestimmt wird zudem über das aktualisierte Brandschutzkonzept der VG, das Grundlage für künftige Umbauten und Beschaffungen bei den Wehren ist. Da es ständig Veränderungen gebe, sei eine Überarbeitung notwendig geworden, sagt Herbert Gerstel von der VG-Verwaltung. So sei beispielsweise angedacht, dass einzelne Wehren miteinander kooperierten - auch damit tagsüber genügend Feuerwehrleute zur Verfügung stehen. Es würden aber keine Wehren geschlossen, sagt Gerstel. Insgesamt gibt es in der VG gut 400 Aktive in 20 Wehren und zwei Löschgruppen sowie etwa 110 Mitglieder in den Jugendwehren.
Höhere Beiträge

Das neue Brandschutzkonzept regelt, welche Wehr welche Ausstattung erhält. Foto: privat.


Um mehr Geld geht es bei der Änderung des Gesellschaftervertrages der Hunsrück-Touristik, die ebenfalls auf der Tagesordnung steht. Aufgrund des Rückzugs des Kreises Trier-Saarburg sowie der VG Ruwer müssen die restlichen Mitglieder ab dem kommenden Jahr höhere Beiträge zahlen. Für Thalfang steigen sie schrittweise von zurzeit etwa 5600 Euro auf knapp 9000 Euro ab 2015. "Wir brauchen die Hunsrück-Touristik, um den Hunsrück zu vermarkten", sagt Hans-Dieter Dellwo. Es habe lange gedauert, sie ins Leben zu rufen, deshalb dürfe sie nicht leichtfertig infrage gestellt werden. Ob die VG den finanziellen Mehraufwand mitträgt, entscheidet aber der Rat.
Weitere Themen in der Sitzung, die heute um 17 Uhr in der Festhalle in Thalfang beginnt, sind die Bädergesellschaft Region Trier, in der sich die Stadt Trier sowie die Verbandsgemeinden Konz, Saarburg, Kell am See, Trier-Land, Ruwer und Thalfang zusammenschließen wollen, sowie der Termin für die Bürgermeisterwahl. hsc