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Doppelkopf wacht über die Doppelstadt

Doppelkopf wacht über die Doppelstadt

Heftiger Regen hat den Ablauf der feierlichen Übergabe der Skulptur "Großer Doppelkopf Traben-Trarbach" zwar ein wenig durcheinander gebracht. Doch dank des Durchhaltevermögens von Ehrengästen und Bürgern haben Stadt und Sponsor, der Verein Traben-Trarbach Aktiv, den Anlass gebührend feiern können.

Traben-Trarbach. Das schon vor einigen Tagen errichtete großzügige Geschenk ist "überreicht". Gleich einem sich hochreckenden "T" hat die Skulptur ein waches Auge auf die Jugendstilstadt. Oder genauer vier wache Augen. Denn die auf einem fünf Meter hohen Monolithen ruhenden etwa zwei Meter hohen Köpfe halten zum einen Traben auf der Eifeler Moselseite im Blick, zum anderen Trarbach auf Hunsrücker Seite. Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus wies bei der symbolischen Übergabe der Sandsteinplastik an die Stadt zudem darauf hin, dass die Köpfe gleichzeitig in die Ferne ausgerichtet seien. Sie demonstrierten folglich Weitblick, strahlten dar über hinaus aber auch Besonnenheit und Fröhlichkeit aus.
Geburtshelfer des "Großen Doppelkopfs Traben-Trarbach" ist der Verein Traben-Trarbach Aktiv. Unterstützt von engagierten Bürgern hat er der Stadt das neue Wahrzeichen beschert, für das rund 45 000 Euro aufzubringen waren. Die Namen derer, die daran besonderen Anteil haben, sind auf einer von Weinkönigin Vanessa am Rosengarten in der Enkircher Straße enthüllten Tafel zu lesen. Unmittelbar daneben hat die 15 Tonnen schwere Skulptur am noch relativ jungen Kreisel der B 53 hat einen angemessenen Standort gefunden. Pönnighaus lobte das Engagement und die Eigeninitiative des Vereins und der Bürger. Das begeistere sie immer wieder an den Menschen der Jugendstilstadt. Daher bleibe nur zu wünschen, dass "die Köpfe lange stehen und ein wachsames Auge auf diese schöne Stadt haben".
Ehemann Helmut Pönnighaus, Vorsitzender des Vereins, sprach von einer Sternstunde für Traben-Trarbach Aktiv. Dass das Kunstwerk nach 220 Millionen Jahren einen Sandstein wieder zum Leben erwecke, ringe Ehrfurcht ab. Dem heimischen Künstler Jürgen Waxweiler sei unbestritten "ein Unikat mit Symbolcharakter" gelungen: "Man spürt, dass Sie für Ihre Stadt etwas ganz Besonderes gestaltet haben." Waxweiler gab das Kompliment postwendend zurück: "Ohne den Verein würde die Skulptur jetzt nicht da stehen", rückte er den Anteil des Vereins an der Realisierung der Kreisel-Kunst ins rechte Licht. urs