Dosen aus wertvollen Steinen

Um Edelsteindosen im Laufe der Jahrhunderte geht es in einer neuen Sonderausstellung des Deutschen Edelsteinmuseums in Idar-Oberstein. Leihgaben werden noch gesucht.

Idar-Oberstein. Die Herstellung von Dosen aus Achat und Jaspis gehört zu den ältesten handwerklichen Traditionen in Idar-Oberstein. Vor allem Schnupftabak-Dosen dürften eines der ersten Massenprodukte aus der Region sein.
Bereits Cosimo Alessandro Collini beschrieb 1774 detailliert, wie aus einem Achat eine Tabakdose geschliffen wurde, es gibt noch ältere Geschäftspapiere, die auf die Produktion von Dosen aus Edelstein in Idar-Oberstein verweisen. Neben der Herstellung in großen Stückzahlen wurden aber auch wertvolle Einzelstücke aus ausgesuchten Materialien mit Verzierungen und teils mit ungewöhnlichen Motiven verwendet.
Eine Sonderausstellung des Deutschen Edelsteinmuseums im Frühjahr 2015 soll den Titel "Edelsteindosen im Laufe der Jahrhunderte" haben und eine Auswahl ungewöhnlicher Stücke zeigen. "Wir haben rund zwei Dutzend Dosen in unserem eigenen Fundus", berichtet Eckhard Cullmann, Mitglied im Kuratorium des Edelsteinmuseums.
"Außerdem stellt uns das Museum Meiningen, zu dem wir eine freundschaftliche und kooperative Beziehung pflegen, die schönsten Stücke aus seiner ungewöhnlichen Sammlung zur Verfügung. Darüber hinaus suchen wir aber auch noch ausgesuchte Einzelstücke von Edelsteindosenbesitzern aus der Region."
Schwerpunkt alte Exponate


Schwerpunkt der Ausstellung sollen alte Dosen sein, neuzeitliche Entwicklungen sollen nur an einigen ausgesuchten und herausragenden Stücken aufgezeigt werden.
Wer im Besitz außergewöhnlicher Edelsteindosen ist, die er dem Museum für die Ausstellung als Leihgabe zur Verfügung stellen möchte, wendet sich am besten per E-Mail unter deutschesedelsteinmuseum@t-online.de mit einem Foto des Objekts an das Museum. jst

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