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Drei Fragen an einen Gewaltpräventionstrainer

Drei Fragen an... : ...Patrick Götzke

Wenn in einen Kindergarten eingebrochen wird, haben Kinder Probleme, damit umzugehen. Wie man ihnen dabei helfen kann, das fragte der TV Patrick Götzke, Leiter der Kita Veldenz, Gewaltpräventionstrainer für Kitas und Schulen und Autor verschiedener Bücher zum Thema Konfliktmanagement.

 Wie erleben oder nehmen Kinder Katastrophenmeldungen wahr?

Patrick Götzke: Sämtliche Ereignisse oder „Figuren“ aus Filmen, Geschichten oder Hörbüchern dringen in die emotionale Gedankenwelt der Kinder ein. Sie sehen keinen Unterschied zwischen Film, Nachrichten oder auch Werbung.
Da Kinder das Erlebte oder Erfahrene noch nicht zuordnen können ist es notwendig, sie in all ihren unterschiedlichen Äußerungen ernst zu nehmen.

Auf was sollte man achten, um Kinder nicht zu überfordern?

Götzke: Ermuntern Sie die Kinder, sich die Ereignisse selbst zu erklären. Wenn Kinder sich selbst die Welt erklären, werden sie mit den oft gut gemeinten Erklärungen aus der Erwachsenenwelt nicht überfordert. Und Gespräche über Katastrophen mit anderen Erwachsenen vor den Kindern sollte man vermeiden.

 Was kann man den Kindern zutrauen?

Götzke: Dies ist altersabhängig. Drei- bis Vierjährige benötigen mehr Hilfestellung als beispielsweise sechsjährige Vorschulkinder. Entscheidend ist aber das Bauchgefühl der Eltern. Eltern sind die Profis ihrer Kinder und spüren die emotionale Welt ihrer Kinder.