Drei Fragen an …

Pfarrer Halffmann, wie geht es mit der Umgestaltung der Pfarreienlandschaft voran? Rudolf Halffmann: Die Strukturen für die neuen Pfarreiengemeinschaften stehen ja schon eine Weile fest, aber jetzt gilt es, sie auch umzusetzen. Territorial große Bereiche wie Salmtal werden dabei sicher Probleme haben.

Bei uns in Wittlich existieren zwar auch noch zwei Pfarreiengemeinschaften, die zu einer verschmelzen müssen. Aber wir kooperieren schon längere Zeit und sind darauf vielleicht etwas besser vorbereitet als andere.

Welche Chancen sehen Sie in der Möglichkeit, Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat durch ein einziges Gremium zu ersetzen?

Rudolf Halffmann: Dass seelsorgerische und finanzielle Aspekte stärker aufeinander bezogen sind. Für St. Markus in Wittlich kann ich mir das aber nicht vorstellen. Bei uns fallen viele Verwaltungsentscheidungen an. Da könnte ein Gremium nicht auch noch zusätzlich die Seelsorge-Aufgaben übernehmen. Wir werden definitiv keinen Antrag für ein Einkammersystem stellen.

Werden die Ehrenamtlichen durch ihre neuen Aufgaben im Zuge der Reform überfordert?

Rudolf Halffmann: Auf die Ehrenamtlichen kommt viel mehr Verantwortung und Stress zu. Und bei der letzten Pfarrgemeinderatswahl hatten viele Pfarreien schon Schwierigkeiten, genug Kandidaten zu finden. Allerdings können sie jetzt bei wichtigen Fragen mitentscheiden.

Rudolf Halffmann (69) ist Dechant des Dekanats Wittlich und Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich. (cweb)/TV-Foto: Christa Weber