Drei Gemeinden, ein Plan

Die Gemeinderäte von Burgen und Gornhausen unterstützen einstimmig die geplante Erweiterung der Kindertagesstätte Veldenz. Momentan richten sich alle Augen allerdings noch nach Brauneberg, von wo möglicherweise finanzielle Unterstützung in Aussicht steht.

Veldenz/Burgen/Gornhausen. (urs) Die Chancen für eine rasche Erweiterung der Veldenzer Kindertagesstätte Grenzenlos stehen gut. Die Gemeinderäte in Burgen und Gornhausen haben sich ebenso einstimmig dafür ausgesprochen wie Mitte Februar die Standortgemeinde Veldenz (der TV berichtete).

Das mit 426 000 Euro kalkulierte Vorhaben sieht in erster Linie vor, das Haus für Kleinkinder fit zu machen. Ab diesem Sommer haben Zweijährige einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, ab 2013 auch Einjährige. Daher sollen vor allem Ruheräume geschaffen werden. Darüber hinaus ist die Sanierung der Toiletten des 1982 erbauten Kindergartens vorgesehen sowie dessen Wandlung in eine Art Familienzentrum, einen Treffpunkt für Eltern und Freunde. So ist daran gedacht, den Speiseraum als Multifunktionsraum zu nutzen. Außerdem sollen die Kapazitäten der Küche den künftigen Anforderungen angepasst werden.

Der Bedarf für die Erweiterung des Kindergartens, den heute 43 Kinder besuchen und der künftig 30 Ganztagsplätze anbieten wird, ist laut Tagesstättenleiter Patrick Götzke gegeben. Ende des Jahres seien voraussichtlich 53 Plätze belegt. Zwölf Zweijährige seien bereits schriftlich angemeldet, und es gebe auch vier Anmeldungen für Einjährige, die aber noch nicht aufgenommen werden könnten. Außerdem seien schon heute 22 Ganztagsplätze belegt - sechs weitere Kinder stünden auf der Warteliste.

Nach der Abstimmung in Veldenz war in Burgen erstmals auch die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung der Gemeinde Brauneberg angesprochen worden. Der Nachwuchs des Ortsteils Hirzlei, der teils zu Brauneberg, teils zu Burgen gehört, besucht seit eh und je den Kindergarten in Veldenz. Brauneberg beteiligt sich daher auch an den laufenden Sach- und Personalkosten. Bei den Investitionen ist die Gemeinde allerdings außen vor. Denn Trägergemeinden sind Veldenz, Burgen und Gornhausen. Sollte sich Brauneberg dennoch an der Erweiterung beteiligen, worüber der Rat demnächst diskutieren wird, würde das auf freiwilliger Basis geschehen. Hinsichtlich der Höhe wäre eine prozentuale Beteiligung auf Basis der Kinder- oder der Einwohnerzahl denkbar. Sollte die Kinderzahl zugrunde gelegt werden, würde Brauneberg in etwa 24 000 Euro beisteuern, andernfalls circa 10 000 Euro.

Nach jetzigem Sachstand ist Veldenz an den 426 000 Euro mit 138 900 Euro beteiligt, Burgen mit 86 900 Euro und Gornhausen mit 32 200 Euro - jeweils auf Basis der Einwohnerzahl. Der verbleibende Betrag von 168 000 Euro ist über erwartete Zu schüsse von Land und Kreis gedeckt.