Drei junge Männer wegen Bandendiebstahls verurteilt

Drei junge Männer wegen Bandendiebstahls verurteilt

Das Landgericht Trier hat drei junge Männer aus dem Raum Bernkastel-Kues zu Gefängnisstrafen von zweieinhalb beziehungsweise viereinhalb Jahren verurteilt. Die Männer waren von Oktober 2011 bis Januar 2012 in knapp 30 Büros, Schulen, Geschäfte und Arztpraxen eingebrochen und hatten insgesamt 30.000 Euro erbeutet.

Das Gericht verurteilte den 34 Jahre alten Angeklagten, der bereits mehrfach vorbestraft ist und unter laufender Bewährung stand, wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, wobei es in fünf Fällen beim Versuch blieb, Diebstahls in 18 Fällen, wobei es in fünf Fällen beim Versuch blieb, Computerbetruges in zwei Fällen und Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Außerdem wurde die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt angeordnet.
Der Angeklagte akzeptierte das Urteil.

Der weitere 25 Jahre alte Angeklagte, welcher nicht vorbestraft war, wurde wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, wobei es in fünf Fällen beim Versuch blieb, Diebstahls in 14 Fällen, wobei es in vier Fällen beim Versuch blieb, und Computerbetrug in fünf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Der dritte 24 Jahre alte Angeklagte, der als Jugendlicher bereits dreimal strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und zur Tatzeit unter laufender Bewährung stand, wurde wegen schweren Bandendiebstahls in zehn Fällen, wobei es in fünf Fällen beim Versuch blieb, und wegen Diebstahls in vier Fällen, wobei es in einem Fall beim Versuch blieb, ebenfalls zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Die beiden Angeklagten legten Revision zum Bundesgerichtshof ein. Der zweite Strafsenat des Bundesgerichtshof hat die Revisionen als unbegründet verworfen. Das Urteil ist nun rechtskräftig. Zwei der Angeklagten sollen im Sommer 2011 beschlossen haben, verschiedene Einbruchsdiebstähle zu begehen. Auf ihr Konto gehen vier Einbrüche in Geschäftslokale und Firmengebäude in Bernkastel-Kues, bei denen sie 6.700 Euro Bargeld und einige Sachgegenstände erbeutet haben. Als die beiden Angeklagten merkten, dass ihr Vorgehen von Erfolg gekrönt war, sollen sie den dritten Angeklagten, der über ein Auto verfügte, überredet haben, sich für weitere Einbrüche mit ihnen zusammenzuschließen.

Ab Ende Oktober 2011 kam es zu insgesamt 27 sowohl spontanen als auch geplanten Einbrüchen - in zahlreiche Geschäftslokale, Versicherungsbüros, Firmen im Gewerbegebiet von Bernkastel-Kues, eine Schule, das Vereinslokal eines gemeinnützigen Vereins, Supermärkte, eine kirchliche Einrichtung, Möbel und Einrichtungshäuser.

Bei den Einbrüchen haben die Angeklagten teilweise zu dritt, teilweise in unterschiedlichenZweierkombinationen insgesamt knapp 10.000 Euro Bargeld und technische Geräte sowie andereGegenstände im Wert von etwa 18.500 Euro erbeutet, sowie einen Sachschaden von mindestens 22.500 Euroangerichtet. Bei ihrem letzten Einbruch im Januar 2012 in eine Zahnarztpraxis in Bernkastel-Kues sollen zwei der Angeklagten neben einigen kleinen Bargeldbeträgen ein Portemonnaie mit 1000 Euro Bargeld sowie unterschiedlichen Dokumenten einer Zeugin gefunden und mitgenommen haben. In dem Portemonnaie befand sich auch eine EC-Karte nebst dazugehöriger PIN befunden haben. Die Angeklagten hoben an unterschiedlichen Geldautomaten Bargeldbeträge von insgesamt 12.000 Euro von dem Konto ab. Einer der Angeklagten soll sich von dem auf diese Weise erworbenen Geld 100 Gramm Cannabisblüten zum gewinnbringenden Weiterverkauf auf einemParkplatz in Bernkastel-Kues verschafft haben.
Die drei Angeklagten haben die ihnen vorgeworfenen Taten im Wesentlichen im Ermittlungsverfahreneingeräumt. Zwei der Angeklagten haben zudem angegeben, dass sie erhebliche Teile der Beutein Spielotheken "verzockt" hätten.