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Drei Menschen bei Unfallserie verletzt

Drei Menschen bei Unfallserie verletzt

Unfälle im Minutentakt: Wegen eines Graupelschauers und zu hoher Geschwindigkeit gab es laut Polizei am frühen Samstagnachmittag gleich vier Unfälle in kurzer Zeit auf der A 60 in Höhe Fließem. Die Autobahn war in beiden Richtungen für etwa eineinhalb Stunden voll gesperrt. Zwei Menschen wurden schwer, einer leicht verletzt.

Fließem. (red) Ein plötzlich einsetzender Graupelschauer hat am Samstag gegen 13.05 Uhr auf der A 60 bei Fließem zunächst zu zwei Unfällen geführt: Ein in Richtung Prüm fahrender Mann kam mit seinem Wagen ins Schleudern und rutschte in den Graben.

Etwa zeitgleich - so vermutet die Polizei - kam auf der Gegenfahrbahn in Richtung Wittlich ein Passat ebenfalls ins Schleudern und von der Straße ab, prallte gegen die Leitplanke und blieb entgegen der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen an der Leitplanke stehen. Nachdem die fünf Insassen aus dem Fahrzeug ausgestiegen waren, hielt ein Renault hinter dem Passat auf dem Standstreifen an, um zu helfen. Noch bevor die Insassen des Renault ausgestiegen waren, näherte sich von hinten ein BMW. Nach derzeitigem Erkenntnisstand der Polizei war dieser vermutlich zu schnell unterwegs. Als der 24-jährige BMW-Fahrer die Autos auf dem Standstreifen sah und kurz auf der rutschigen Fahrbahn bremste, verlor er die Kontrolle über sein Auto, schleuderte gegen den Passat und überschlug sich. Bei dem Aufprall wurden zwei Menschen, die neben dem Passat standen, erfasst. Ein 45-Jähriger wurde etwa zehn Meter weit auf die Überholspur geschleudert, ein 49-Jähriger blieb hinter der Leitplanke liegen. Beide Männer wurden mit schweren Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Noch bevor die ersten Rettungskräfte eintrafen, schleuderte ein Audi A 6 aus Richtung Wittlich kommend etwa 200 Meter vor der Unfallstelle auf der Nordfahrbahn gegen die Leitplanke. Der Fahrer wurde leicht verletzt und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die A 60 war eineinhalb Stunden lang komplett gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Im Einsatz waren mehrere Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes, der Notarzt von Bitburg, der luxemburgische Rettungshubschrauber, die Feuerwehren Bitburg, Kyllburg, Gindorf, Neidenbach und Badem sowie mehrere Streifenwagen der Polizei Bitburg und der Bundespolizei. Laut Polizei entstand Sachschaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro.