Konzert: Drei Orgeln, drei Konzerte und ein Novum

Konzert : Drei Orgeln, drei Konzerte und ein Novum

() Der Orgelbau und die Orgelmusik Deutschlands sind im vergangenen Jahr in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen worden.

Nicht zuletzt ist das ein Grund, Bestehendes zu bündeln und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten. So wird erstmals in diesem Jahr ein Eifeler Orgeltriduum angboten, drei Konzerte an drei Orten der Region. Dass dabei nicht nur Kreisgrenzen überschritten werden, versteht sich von selbst.

Das erste Konzert ist geplant für Sonntag, 3. Juni, um 17 Uhr in der Stiftskirche Kyllburg mit Adrian Bawtree, einem der Organisten der Kathedrale von Canterbury. Auf dem Programm stehen Werke britischer Komponisten, die die außergewöhnlichen Klangmöglichkeiten der Kyllburger Orgelanlage bestens zur Geltung bringen werden.

Das zweite Konzert am darauf folgenden Sonntag,  10. Juni, 15 Uhr, findet dann in Himmerod statt. Es wird das erste große Konzert nach der Wiedereröffnung der Abteikirche sein, die nach einem Brand im vergangenen Sommer renoviert werden musste. Unter anderem musste die komplette Klais-Orgel ausgebaut und gereinigt werden (der TV berichtete mehrfach). Solisten sind David Briggs (Orgel), einer der weltweit gefragtesten Konzertorganisten, und David John Pike (Bariton). Neben Werken von Mendelssohn, Widor und Briggs stehen Lieder von Gustav Mahler auf dem Programm.

Das dritte Konzert ist am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, in der Lebsenbaumkirche Manderscheid mit dem Laacher Abteiorganisten Gereon Krahforst.

Die Eifel war stets eine arme Gegend, und so gab es auch nur wenige Orgeln in den Kirchen dort. Nach dem letzten Krieg wurden dann zwar viele Instrumente gebaut, doch ließ die Qualität, sieht man einmal von der weltbekannten Himmeroder Klais-Orgel ab, meist doch sehr zu wünschen übrig. Erst in den vergangenen Jahren sind eine Vielzahl interessanter Projekte verwirklicht worden. Dazu zählen sicherlich die klanglich außergewöhnliche Doppelorgelanlage der Kyllburger Stiftskirche ebenso wie das Instrument der Manderscheider Lebensbaumkirche, das zuvor im kirchenmusikalischen Institut von Speyer stand.