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Drei Panzerknacker erwarten heute ihr Urteil

Drei Panzerknacker erwarten heute ihr Urteil

Das Landgericht Trier hat das Verfahren eines der Angeklagten im Panzerknackerprozess abgetrennt. Die drei übrigen Männer, die an den Geldautomatenaufbrüchen in der Eifel beteiligt gewesen sein sollen, können heute mit einer Verurteilung rechnen.

Trier/Daun/Wittlich. Drei der vier Panzerknacker im Prozess um die Geldautomatenaufbrüche sehen heute ihrem Urteil entgegen. Armin Hardt, Vorsitzender Richter am Landgericht Trier, hat das Verfahren eines Mannes, der an den bandenmäßigen Diebstählen beteiligt gewesen sein soll, abgetrennt. Grund dafür ist ein weiterer Beweisantrag, den sein Verteidiger bei der gestern sieben Stunden währenden Verhandlung stellte und dem das Gericht stattgab. Danach sollen zwei Alibi-Zeugen aus dem Ausland vernommen werden. Die Zeugen sollen entweder eingeflogen oder per Video-Konferenz befragt werden. Der Verteidiger erhofft sich, dass die Zeugen den behaupteten Auslandsaufenthalt seines Mandanten bezeugen können. Demnach wäre der Mann zum Zeitpunkt dreier Delikte, die ihm vorgeworfen werden, gar nicht vor Ort gewesen. Durch die Abtrennung des Verfahrens konnte das Landgericht die Beweisaufnahme für drei der vier Angeklagten schließen. Der Staatsanwalt hat sein Plädoyer gehalten.

Der Kopf der Bande: Er habe eine enorme kriminelle Energie gezeigt. Der Staatsanwalt hält den 33-jährigen Mann, der zuletzt in Daun wohnte, für den Kopf der Bande. Gehlen fordert für den Drahtzieher eine Freiheitsstrafe von acht Jahren wegen bandenmäßigen und räuberischen Diebstahls.

Nummer Zwei: Er sei extra aus dem Ausland angereist, um mit der Bande in Deutschland Diebstähle zu begehen, sagt Gehlen. Für den 29-Jährigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland fordert der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten.

Der Gehilfe: Als angeblicher Fluchtwagenfahrer und Schmiere-Steher des Quartetts muss sich ein 30-Jähriger verantworten, der vor seiner Inhaftierung zuletzt in Stolberg lebte. Ihm wird allein die Beihilfe zum Diebstahl bei einem Aufbruch vorgeworfen. Die für ihn geforderte Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten könnte Richter Armin Hardt noch zur Bewährung aussetzen. cmo