Durchwachsene Bilanz

ERBESKOPF. (urs) Ende Oktober endet die erste Sommerrodelbahnsaison, deren Besucherzahlen wegen Straßenbau und Regen-August hinter den Erwartungen geblieben sind.

Mit den wärmeren Tagen verabschiedet sich auch die Sommerrodelbahn vom Erbeskopf. Nach zweimonatiger Testphase im vorigen Jahr endet am Sonntag, 29. Oktober, die erste reguläre Rodelsaison. Da mit dem Abbau Mitte November begonnen wird, gibt es bei sehr schönem Wetter eventuell eine Zugabe an Allerheiligen. Die Bilanz der sechsmonatigen Saison, die wegen des langen Winters spät in die Gänge kam, ist durchwachsen. Dennoch sind die Betreiber zufrieden. "Die Bahn wurde gut angenommen", sagt Geschäftsführerin Christa Züscher. Gleichzeitig räumt sie ein, dass die Zahlen hinter den Erwartungen geblieben seien: "Die kalkulierten Fahrten sind nicht erreicht worden." Mit welchen Erwartungen der Familienbetrieb in die Saison ging und um wie viel das Ziel verfehlt wurde, will aber keiner der Beteiligten verraten. Sie befürchten, dass dies nur dazu führe, dass sich mancher den Umsatz errechne und den dann als Gewinn ansehe. Dass die angepeilten Besucherzahlen nicht erreicht wurden, hat verschiedene Gründe. Am deutlichsten bemerkbar gemacht hat sich laut Züscher die mehrwöchige, die Urlaubszeit teils kreuzende Sperrung der Erbeskopf-Landesstraße. Hinzu kam der verregnete Hauptsaisonmonat August. Der Unfall, der im Juli für eine viertägigen Stillstand der Bahn gesorgt hatte, habe sich nicht nachteilig ausgewirkt. "Die Leute fühlen sich sicher", ist Züscher überzeugt. Außerdem erfreue sich die Bahn überregionaler Beliebtheit. Ein Großteil der Sommerrodler seien zwar Urlauber, vor allem Holländer und Belgier. Doch daneben locke die Anlage Leute aus dem Rhein-Main-Gebiet, wie Boppard und Mainz, aus Bad Kreuznach oder dem Idar-Obersteiner Raum. Bevor die Bahn abgebaut wird, gibt es Überlegungen für die kommende Saison. Was sich auf jeden Fall ändern soll, sind die Öffnungszeiten. Bisher war montags bis freitags ab 13 Uhr offen und samstags/sonntags ab zehn Uhr. Künftig soll es auch samstags erst um 13 Uhr losgehen und sonntags erst um elf. Dass die Bahn um 18 Uhr schließt, hat sich wohl bewährt. Festhalten wollen die Betreiber auch am Preis, der sich trotz Mehrwertsteuererhöhung nicht ändern soll.

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