Eberhardsklause: Bürger gefragt

Wird aus der Eberhardsklause eine Pilgerherberge? Nachdem sich kein Gastwirt gefunden hat, der das Gebäude pachten möchte, ruft die Gemeinde die Bürger dazu auf, sich an einer Konzeptfindung zu beteiligen.

Klausen. Nicht nur das ehemalige Dominikanerinnen-Kloster steht in Klausen derzeit leer (der TV berichtete). Auch die Eberhardsklause teilt dieses Schicksal.

Vor einem halben Jahr hat die Gemeinde Klausen die ehemalige Gaststätte für 100 000 Euro ersteigert. Die Immobilie war im dritten Anlauf in der Zwangsversteigerung. Die Gemeinde wollte verhindern, dass neben dem Kloster und der ehemaligen Metzgerei noch ein weiteres Gebäude im Ortskern leersteht.

Zunächst hatte die Gemeinde dann versucht, die ehemalige Gaststätte im Erdgeschoss des Gebäudes zu verpachten. Das erste Stockwerk wollte sie dann selbst nutzen und den Saal dort für Familienfeiern und Ähnliches vermieten. Die Zimmer im zweiten Stock sollten zu einer einfachen Pilgerherberge umgestaltet werden.

Die Gaststätte zu verpachten, hat allerdings nicht geklappt. Deshalb will der Gemeinderat seine Pläne nun ändern.

Ortsbürgermeister Alois Meyer sagte auf TV-Anfrage: "Unser Konzept sieht derzeit eine Pilgerherberge und Begegnungsstätte vor, die sowohl Pilgern als preiswerte Übernachtungsmöglichkeit als auch Einheimischen und Vereinen zur Verfügung stehen soll." Der Konzeptvorschlag sei jedoch variierbar.

Gebäude wird generalsaniert



Es stünden auch Überlegungen im Raum, einen Teilbereich des Gebäudes mit altengerechten Wohnungen auszustatten, sagte Meyer.

Die Bürger sollen sich auf jeden Fall an der Konzeptfindung beteiligen. Am Mittwoch, 28. Januar, wird es um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Eberhardsklause geben. Danach sind die Bürger aufgerufen, Vorschläge für die Nutzung der Eberhardsklause einzureichen. Das endgültige Konzept soll bis zum Sommer dieses Jahres stehen. Laut Ortsbürgermeister Meyer steht fest, dass das Gebäude generalsaniert wird.