Echte Aufklärung gefordert

Zur Auseinandersetzung um die Auflösung des Sinfonischen Blasorchesters Eifel-Mosel-Hunsrück meint dieser Leser:

Der Trierischen Volksfreund hat die Stimmungslage der Mitgliederversammlung des Kreismusikverbands (KMV) treffend analysiert. Augenscheinlich durchaus positiv. Vorstand und Vorsitzender des KMV waren in der Tat gut vorbereitet. Ewald Tonner hat wie angekündigt seine subjektive Sichtweise erklärt, warum denn das Sinfonische Blasorchester Eifel-Mosel-Hunsrück, das seit 2001 vom KMV mitgetragen wurde, nach der Beendigung der Kooperation mit der Musikschule Daun ab 2006 in gewohnter Form nicht mehr bestehen durfte. Trotzdem: Es gab nach wie vor leider nur einseitige Erklärungen zu hören, die für den Außenstehenden nicht nachprüfbar waren. Es war von Unregelmäßigkeiten in der Jahresabrechnung die Rede. So habe der Dauner Musikschulleiter Helmut Schmitz die jährlichen Schlussrechnungen des erfahrenen KMV-Geschäftsführers Peter Fröhlich in Frage gestellt.Ob dies zu Unrecht geschehen ist, war nicht nachzuprüfen. Hier hätte nur die Erklärung des Musikschuleiters Schmitz Klarheit bringen können.Diesen hatte man zu der Sitzung erst gar nicht eingeladen.Ich denke, der Ehrenvorsitzende Walter Densborn hat mit seinem Appell insofern recht, den Vorstand des KMV nicht weiter zu beschädigen. Er hat nur nicht verstanden, dass die Beschädigung des Vorstandes vom KMV selbst ausgeht. Anstatt dem Dirigenten des Orchesters, Jochen Hofer, für seine über Jahre geleistete Arbeit zu danken, wurde er von Tonner öffentlich als weiterer Auslöser atmosphärischer Störungen genannt, ein geschmackloser und unentschuldbarer Akt. Echte Aufklärung und Schadensbegrenzung sind nun gefordert und zwar seitens aller Parteien. Setzen Sie, verehrte Landrätin Läsch-Weber, in Ihrer Funktion als Präsidentin des Landesmusikverbands, die streitenden Parteien an einen Tisch, damit Jugendarbeit in Ihrem KMV keinen negativen Beigeschmack behält und der KMV wieder ein Orchester erhält, auf das man in der Vergangenheit stolz war und auch wieder in der Zukunft stolz sein wird. Reimund Berg Malberg MUSIK

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