Effizient und platzsparend

Das Veldenzer Neubaugebiet "Flurwiesen" ist nicht nur wegen der Nahwärmeversorgung bei Bauherren beliebt. Aber das in die Zukunft gerichtete Angebot hat entscheidenden Anteil daran, dass dort eifrig gebaut wird.

Veldenz. (urs) Während sich Bauland mancherorts nur schleppend verkauft, sind in den Veldenzer "Flurwiesen" schon etliche Bauherren aktiv geworden. Mitte April haben sich binnen einer Woche gleich zwei Neubauten zu den bis dahin errichteten vier Häusern gesellt.

Ein entscheidender Grund für die gute Nachfrage dürfte das Nahwärmenetz des Areals sein. Daneben gibt es weitere Pluspunkte, wie die Nachfrage bei zwei Bauherren zeigt. Wegen der Nahwärme allein hätten sie sich nicht für Veldenz entschieden, sagt Heike Zimmer. Eigentlich hätten sie an eine Erd- oder Luftwärme-Heizung gedacht. Doch da auch die Nahwärmeversorgung über ein Blockheizkraftwerk Vorteile biete, zum Beispiel keine Anschaffungs- und Reparaturkosten, sei das auch eine gute Sache.

Mit ausschlaggebend bei der Entscheidung für Veldenz seien für sie und ihren Mann aber auch die sonnige Lage. Viele junge Familien hätten dort Land gekauft. Außerdem gebe es im Ort Kindergarten und Grundschule.

Marco Schneider und seiner Frau hatten es die Flurwiesen schon früh angetan: "Wir haben ewig auf dieses Neubaugebiet gewartet", erzählen sie. Ihnen gefalle das Dorf und - da sie ohne Keller bauen wollten - auch die ebene Lage. Schließlich sei es wichtig, dass ein Haus bezahlbar sei, damit die Familie weiter ernährt werden könne.

Das Nahwärmenetz ist für Schneider aber ein weiteres Plus. Die dafür im Haus benötigte Technik sehe ähnlich aus wie ein Stromkasten und nehme kaum Platz in Anspruch. Außerdem sei der Betreiber, die Stadtwerke Trier (SWT), ein Begriff, sodass der auf elf Jahre abgeschlossene Vertrag auch Sicherheit biete.

Bei herkömmlichen Ölheizungen müsse hingegen permanent die Preisentwicklung im Blick behalten werden. Nachdem Schneider anfangs ebenfalls an Erdwärme in Erwägung gezogen hatte, war er nach der Info-Veranstaltung von SWT und Gemeinde begeistert von dem Nahwärmekonzept.

Wie die Bauherren steht auch die Gemeinde dahinter. Zumal von 30 Parzellen bereits ein Drittel verkauft ist. Für Ortsbürgermeister Norbert Sproß ist Nahwärme derzeit "die effizienteste Energieversorgung".

Die Energie werde gebündelt an die Haushalte geliefert und könne in Veldenz zudem aus gemeindeeigenem Holz gewonnnen werden. Denn das derzeit mit Flüssiggas betriebene Blockheizkraftwerk werde künftig mit Hackschnitzeln aus dem Veldenzer Forst befeuert, was auch nachhaltig sei. Ein weiterer Vorteil für die Gemeinde sei, dass Teile des Dorfes mit eingebunden werden sollten. Vorrangig denkt Sproß an Rathaus, Villa Romana, Kindergarten, Kirchen und Gemeindehaus. Doch er hofft, dass letztlich etwa 100 Haushalte ans Netz wollen. Möglicherweise könne schon 2011 mit den Arbeiten begonnen werden.